Vergesellschaftung von Bartagamen – Nur so ist das Ganze auch von Erfolg gekrönt!

Bartagamen vergesellschaften

Normalerweise sind Bartagamen Einzelgänger und kommen mit anderen nur in der Paarungsphase zusammen. Daher empfehlen wir grundsätzlich auch nur die Einzelhaltung. Allerdings kommen Gruppen immer mehr in Mode. Solange man darauf achtet, dass es nur ein Männchen im Terrarium gibt, klappt meistens auch alles reibungslos.

Einsteiger sollten aber eher mit einem Paar beginnen. Am besten kauft man dieses auch zusammen. Ansonsten wird gleich zu Beginn der Karriere das Vergesellschaften der Bartagamen notwendig. Hier gibt es einige Fallstricke und Sachen, die man beachten muss. Wer diesen Ratgeber aber gründlich liest, dürfte alles hinbekommen.

Nur hier ist eine Vergesellschaftung überhaupt möglich:
Man sollte nur dann Bartagamen vergesellschaften, wenn diese etwa gleich groß sind. Wer sich nicht an diese Grundregel hält, riskiert ansonsten 2 Probleme. So kann das kleinere Tier vom Größeren schnell unterdrückt werden. Auch ist es möglich, dass die kleinere Bartagame als Futter angesehen wird. Und dies hat natürlich schlimme Folgen, die man keinem Halter wünscht.

Die Vergesellschaftung der Bartagamen durchführen:

Nachdem man den Neuankömmling einer Kotprobe unterzogen hat und das Tier an keinerlei Parasiten leidet, kann man es auch schon ins Gruppenterrarium entlassen. Hierbei empfiehlt es sich die Mitbewohner für einen kurzen Zeitraum in ein anderes Terrarium umzusiedeln.

So gelingt es der neuen Bartagame leichter sich im Terrarium zurechtzufinden. Außerdem bleibt so mehr Zeit, um Verstecke zu suchen. Zudem vermeidet man mit diesem Vorgehen auch großen Stress für das Tier. Schließlich müsste es sonst gleichzeitig neue Gruppenmitglieder und ein neues Zuhause näher kennenlernen. Und Stress gilt es ja zu vermeiden.

Das Verhalten will überwacht werden:

Nach der Vergesellschaftung der Bartagamen sollte man einen genauen Blick auf das Verhalten aller Tiere werfen. Schnell kann es nämlich zu Stressreaktionen bei manchen Tieren kommen. Anzeichen hierfür sind Fressunlust und starke Inaktivität.

Häufig ist die Färbung über längere Zeit dunkel und das Tier versteckt sich ständig. Wer hier nicht gegen steuert riskiert, dass die betroffene Bartagame krank wird oder sich die Lebenserwartung drastisch verkürzt.

Tipps & Tricks für die Gruppenhaltung:

Möchte man mehrere Bartagamen in einem Terrarium halten, sollte man auf ein paar grundlegende Aspekte achten, damit das Vorhaben auch mit Erfolg gekrönt ist. So sollte das Terrarium ausreichend groß sein und genügend Versteckmöglichkeiten bieten. Zudem empfiehlt es sich mehrere Futter-, Sonnen- und Aussichtsplätze einzurichten. Am besten so, dass jedes Tier seinen eigenen Platz hat.

Neben der Best Practices gibt es natürlich ein paar Dinge, die man vermeiden sollte. So dürfen auf gar keinen Fall zwei männliche Tiere im selben Terrarium gehalten werden. Dies führt nur dazu, dass sich einer der beiden Männer dem anderen unterwirft und mit der Zeit das Verhalten eines Weibchens nachahmt. Dies dient dem Selbstschutz vor dem Aggressionstrieb des überlegenen Tiers.

Zudem ist das Stresslevel hier so hoch, dass die unterlegene Bartagame häufig innerhalb kürzester Zeit verstirbt. Aber auch für das dominante Männchen führt so ein Fehler des Halters zu Dauerstress. Auch dieses Tier wird kein allzu langes Leben haben. Das gilt übrigens auch, wenn sich die Tiere durch Glasscheiben hindurch beobachten können.

Vergesselschaftung mit Echsen:
Prinzipiell kann man Bartagamen mit anderen Echsen vergesellschaften. Allerdings raten wir hiervon ab. Das Terrarium müsste sehr groß sein und zu hoch ist die Gefahr, dass die Tiere leiden müssen. Daher sollte man auf solche Experimente verzichten. Zudem kann es passieren, dass sich die Echsen gegenseitig auffressen.

Was sollte man noch wissen?

FAQ-Bereich

Immer mal wieder bekommen wir Fragen zu diesem heiklen Thema. Dies ist auch nicht weiter verwunderlich, widerspricht die Gruppenhaltung doch der natürlichen Lebensweise der Bartagamen. Daher kommt es hier immer wieder zu Zwischenfällen und der Beratungsanteil bei dieser Haltungsform ist schier unendlich.

Können 2 weibliche Bartagamen zusammen gehalten werden?

Grundsätzlich ist dies möglich. Schließlich zeigen Weibchen ein weniger aggressives Verhalten. Trotzdem besitzen auch sie ein Revierverhalten und wollen dieses bei Bedarf verteidigen. Es kann also durchaus zu schweren Beißereien zwischen den Tieren kommen.

Zudem kann es hier schnell zu einer Legenot kommen. Auch ohne Männchen können die Tiere, nämlich Eier legen. Wenn eines der beiden Weibchen das andere stark dominiert, kann es passieren und das trächtige Tier findet keine Ruhe und erst recht keinen Ablegeplatz.

Männchen und Weibchen – Passt das Vergesellschaften hier?

Hier handelt es sich grundsätzlich um die beste Mischung. Aber auch hier kann keine Garantie gegeben werden, dass alles immer harmonisch läuft und die Bartagamen ein Leben lang glücklich sind.

In der freien Wildbahn treffen sich die Bartagamen, nämlich nur zum Paarungsakt und gehen dann wieder getrennte Wege. Allerdings ist dies in einem Terrarium nur begrenzt möglich und kann daher zu Spannungen und Konflikten führen. Gerade der dominante Trieb der Männchen führt oft zu Schwierigkeiten.

Gibt es Anzeichen dafür, dass eine Bartagame unter der Gruppenhaltung leidet?

Ja. Häufig erkennt man dies daran, wenn ein Tier in der Entwicklung zurückfällt und weiterhin zierlich bleibt und die Geschlechtsmerkmale nicht richtig ausgebildet werden. Auch ein Vermeiden von bestimmten Bereichen im Terrarium kann auf Stress oder Unwohlsein hindeuten.

Ein sehr starkes Zeichen ist ein stellenweise aufgewühlter Bodengrund. Hierbei handelt es sich meist um einen deutlichen Hinweis auf arge Kämpfe zwischen den Bartagamen. Meist wird der Boden in Abwesenheit des Halters durch Kämpfe zerfurcht.