Bartagamen transportieren, aber richtig!

Bartagame transportieren

Hat man sich eine oder mehrere Bartagamen zugelegt, müssen diese nur noch nach Hauste kommen. Dabei gilt es auf einige Punkte zu achten. Aber auch der Transport zum Tierarzt sollte so stressfrei wie möglich verlaufen.

Zwar ist all das kein Hexenwerk, häufig machen Anfänger dabei aber ein paar Fehler. Manchmal kommen die Tiere deswegen sogar krank nach Hause. Nachdem Lesen dieses Artikels aber nicht mehr. Deswegen haben wir uns dazu entschlossen ihn zu verfassen.

Gesetzliche Grundlagen:

Wie hätte es in Deutschland auch anders sein können, sogar der Transport von Bartagamen ist hier geregelt. So schreibt die Tierschutztransportverordnung genauestens vor, wie Transporte bei lebenden Tieren abzulaufen haben.

Für uns ist vor allem der Abschnitt über wechselwarme Tiere von Interesse. So wird hier festgelegt, dass man Bartagamen in einem Behältnis befördern muss, dass ihrem Temperatur- und Platzbedürfnis entspricht. Aber keine Sorge! Dies ist weit einfacher als man meinen könnte. Das Behördendeutsch klingt nur unnötig kompliziert.

Worauf es beim Transport zu achten gilt:

Damit die Tiere stressfrei von A nach B kommen, müssen sie visuell von der Umgebung abgeschirmt werden. Hierfür bietet sich eine Faunabox mit Lüftungsschlitzen an. Große Bartagamen werden vor dem Transport zudem noch in Leinensäcken verpackt. Dies übernimmt in der Regel der Verkäufer für einen.

Ziel ist es den Transport für die Drachen so zu gestalten, dass sie keinerlei Stress während der Fahrt haben. Natürlich lässt sich dieser nicht komplett auf null reduzieren. Wenn man die Tiere aber noch getrennt voneinander transportiert, hält sich der Stresspegel bei den Bartagamen in Grenzen.

Möchte man Jungtiere sicher nach Hause bringen, empfiehlt sich eine Plastikbox mit genügend Lüftungslöchern. Auslegen kann man diese mit Zellstoff oder Küchentüchern. Wichtig ist nur, dass das Transportieren nicht unnötig lange dauert.

Die kleinen Drachen kühlen nämlich sehr schnell aus. Gerade in der kälteren Jahreszeit gilt es hier aufzupassen. Das gilt übrigens auch für den festen Verschluss der Box. Man sollte sich vor der Abfahrt vergewissern, dass diese gut und fest verschlossen ist.

Expertentipp:
Um ein Auskühlen der Bartagamen zu verhindern, kann man eine Wärmflasche ins Innere der Box legen. Auch Taschenwärmer geben genügend Wärme ab. Allerdings sollte darauf geachtet werden, dass die Temperatur im Inneren der Transportbox nicht über 35 Grad Celsius liegt. Ansonsten droht nämlich akute Übersitzungsgefahr.

Was man über die Transportbox wissen sollte:

Nicht immer muss man eine Box für das Transportieren der kleinen Echsen kaufen. Gerade Jungtiere und kleinere Arten können in Heimchendosen oder kleinen Terrarien sicher verbracht werden. Außerdem eignen sich diese Boxen sehr gut zum Transport von Futtertieren oder als vorübergehendes Quarantäneterrarium, wenn es einmal schnell gehen muss.

Man muss beim Kauf nur auf eine Sache schauen. Nämlich, ob genügend Schlitze oder Löcher vorhanden sind, damit die Tiere immer genügend Sauerstoff bekommen. Ein kleines Fach im Deckel schadet meist auch nicht.

Einerseits kann man kleinere Bartagamen so schneller herein und herausnehmen, andererseits eignen sie sich optimal für eine schnelle Fütterung. Ein wichtiger Aspekt, wenn man die Box auch als Quarantäne- oder Aufzuchtterrarium für Jungtiere nutzen möchte.

Eingewöhnung der Bartagamen ins neue Umfeld:

Der Transport war für die Tiere mit viel Stress verbunden. Daher sollte man dafür sorgen, dass die ersten Tage im neuen Terrarium nicht noch für mehr innere Unruhe sorgen. Schließlich kann anhaltender Stress für eine Schwächung des Immunsystems sorgen. Und nichts ist schlimmer als eine kranke Bartagame.

Hast du bereits mehrere Saurier, dann solltest du das Tier erst mal in einem Quarantäneterrarium unterbringen. Erst nach einer erfolgreichen Kotuntersuchung kannst du die gesunde Bartagame mit deiner Gruppe vergesellschaften. Grundsätzlich gilt hierbei, dass das Quarantäneterrarium nur mit Zellstoffauflage ausgelegt sein sollte. Das hat den Hintergrund, dass so die Hygiene einfacher gestaltet werden kann.

Ansonsten unterscheidet sich die Einrichtung nicht von einem normalen Terrarium. So gibt es auch hier eine Beleuchtung samt Heizung. Ebenfalls findet man hier Kletter- und Versteckmöglichkeiten samt Futter- und Wasserstelle. Im Prinzip handelt es sich hier um ein kleineres, aber vollwertig ausgestattetes Terrarium.

Und keine Sorge, der Aufwand ist sinnvoll. Du wirst dieses Quarantäneterrarium noch öfter brauchen. Meist zum Separieren eines kranken Gruppenmitglieds. Aber auch andere Nutzungen sind jederzeit möglich.

Expertenratschlag:
Während sich die Bartagame noch im Quarantäneterrarium befindet, sollte sie nicht unnötig gestresst werden. Das heißt, dass du sie nur dann herausnimmst, wenn es unbedingt nötig ist. Die Verabreichung von Medikamenten wäre zum Beispiel so ein Vorfall.