Bartagamen Pflanzen

Das Thema Terrarium ist vielseitig und bringt gerade Anfänger ins Schwitzen. Dies ist auch nicht weiter verwunderlich, gibt es doch so viele Punkte zu beachten. Gerade Pflanzen gehören dabei nicht zu den Prioritäten. Steht das Bartagamen Terrarium aber endlich und alles funktioniert, möchte man seinen Drachen ein noch natürlicheres und damit besseres zuhause bieten.

Genau hier unterstützen einem die richtigen Pflanzen. Doch wie bepflanzt man ein Bartagemen-Terrarium richtig, welche Deko-Pflanzen kann man verwenden und gibt es gar spezielle Futter-Pflanzen? Muss man bei der Pflege beachten und welche Fehler gilt es zu vermeiden? Alle Antworten auf diese Fragen und noch viel mehr nützliche Dinge verraten wir dir in diesem Ratgeber.

Alles Wichtige auf einen Blick:
  • Pflanzen im Terrarium werten die gesamte Optik sowie den Lebensraum der Echsen ungemein auf.
  • Echte Pflanzen sind kein Muss, versorgen die Tiere aber mit zusätzlichen Vitaminen und Mineralien.
  • Es existieren giftige und somit schädliche Pflanzen für Bartagamen. Zudem können sich die Tiere, wie zum Beispiel an den Stacheln von Kakteen verletzen.
  • Die Bepflanzung sollte nicht überhandnehmen und die Laufflächen versperren. Weniger ist hier mehr.
  • Bartagamen lieben Grünfutter und knabbern fast immer die Bepflanzung an. Echte Pflanzen sollte man daher außerhalb ihrer Reichweite anbringen. Alles, was sie erreichen können, sollte eher künstlicher Natur sein.

Deko-Pflanzen fürs Bartagamen-Terrarium:

Die meisten Halter möchten die Optik durch eine schöne Bepflanzung des Terrariums aufwerten. Zudem sorgen die Pflanzen für eine bessere Lebensqualität und lassen den künstlichen Lebensraum noch natürlicher aussehen. Es muss in puncto Deko-Bepflanzung aber darauf geachtet werden, dass die Bewohner die Pflanzen nicht ohne Weiteres anfressen können.

Gelingt es ihnen doch einmal, darf die Pflanze aber auf keinen Fall giftig sein. Gerade dieser Punkt wird immer wieder gerne übersehen. Auch die klimatischen Verhältnisse solle man im Blick haben. Nicht jede Pflanze eignet sich für ein Bartagamen-Terrarium. Damit du dir nicht über all diese Punkte Gedanken machen musst, haben wir hier die Top 3 Deko-Pflanzen fürs Bartagamen-Terrarium aufgelistet:

Tillandsien für Bartagamen:

Mit Abstand zur beliebtesten Möglichkeit zur Bepflanzung für Wüstenterrarien gehören Tillandsien. Die zu der Familie der Bromeliengewächse gehörende Pflanze findet man meist auf Steinen oder Felsen. Ganz wenige Arten wachsen aber auch auf dem Boden. Da Tillandsien epiphytisch leben, wachsen sie ab und an sogar auf anderen Pflanzen.

Wie man bereits bemerkt haben sollte, handelt es sich also um sehr robuste Pflanzen. Daher eigenen sie sich besonders zur Anbringung an der Rückwand. Dabei sollte man sie mithilfe einer Heißklebepistole befestigen. Dabei ist darauf zu achten, dass die Drachen die Pflanzen nicht erreichen können. Außerdem sollte der Kleber für die Tiere ungiftig sein.

Im Großen und Ganzen lassen sich Tillandsien in grüne sowie graue Arten einteilen. Da es im Bartagamen-Terrarium sehr warm ist, sollte man eher zu grauen Tillandsien greifen. Sie lieben das heiße Klima und gedeihen besonders gut in sonnigen Arealen. Vergessen darf man aber auch bei diesen Pflanzen das regelmäßige Besprühen nicht.

Aloe Vera für Bartagamen:

Der Saft der Pflanze hat viele nützliche Eigenschaften. So hilft er bei der Wunderversorgung, beim Sonnenschutz und soll einen sogar bei regelmäßiger Anwendung jünger aussehen lassen. Die grüne Sukkulente stammt aus dem Mittleren Osten. Heute findet man sie nicht nur in Terrarien, sondern hauptsächlich in der freien Natur in Asien, der Karibik und Mittelamerika.

Häufig wird die Aloe Vera Bartagamenhaltern als Deko-Pflanze empfohlen. Dagegen ist auch nichts einzuwenden. Man sollte aber immer im Hinterkopf behalten, dass die Pflanze leicht giftig ist. Beim Verzehr von größeren Mengen kann es durchaus zu Problemen kommen. Gemeint sind damit aber keine Vergiftungserscheinungen, sondern eher die abführende Wirkung.

Nichtsdestotrotz berichten viele Halter davon, dass die Aloe Vera im Bartagamen-Terrarium bestens gedeiht und schnell wächst. Zudem soll diese Pflanzengattung nicht ganz oben auf der Grünfutterliste unserer geliebten Bartagamen stehen. Daher kann man durchaus ein Exemplar ins Terrarium stellen. Zur Hauptbepflanzung eignet sie sich aber unserer Meinung nach nicht.

Lithops – Lebende Steine für Bartagamen:

Immer beliebter in deutschen Wüstenterrarien werden derzeit Lithops. Die Pflanzen aus der Gattung der Sukkulenten schauen auf den ersten Blick, wie ein Kieselstein aus. Die aus Afrika stammenden Gewächse lieben das warme und trockene Klima im Bartagamen-Terrarium. Sie können Wasser in Form von Zellsaft speichern und so längere Phasen ohne Regen auskommen.

Trotzdem dürfen auch diese Pflanzen nicht direkt im Bodengrund des Terrariums eingepflanzt werden. Auch hier sollte man auf einen Kunststofftopf setzen. Dieser sorgt für ein besseres Mikroklima im Wurzelbereich. Außerdem sollte man die lebenden Steine nicht im Heißbereich des Terrariums platzieren. Dies würde nur zu einer raschen Austrocknung führen.

Hat man in puncto Pflege alles richtig gemacht, bilden die Pflanzen jährlich ein paar neue Blätter aus. Meist geschieht dies zeitig im Frühjahr. Damit die Bartagamen gar nicht erst auf die Idee kommen die Blätter zu vernaschen, sollten die kleinen Kieselsteine außerhalb ihrer Reichweite platziert werden. Die Rückwand bietet sich hierfür besonders an.

Gut zu wissen:
Natürlich gibt es noch eine ganze Menge mehr an Deko-Pflanzen, die sich für ein Bartagamen-Terrarium anbieten. So setzen viele Halter auf diese Arten & Gattungen:

  • Sukkulenten
  • Gräser
  • Farne

Achte bitte immer darauf nur ungiftige Pflanzen ins Terrarium zu setzen. Grundsätzlich empfiehlt sich das Verwenden eines Blumentopfs. Direkt in den Bodengrund sollte man sie nicht stecken. Am wichtigsten ist aber wohl dieser Tipp: Nach Möglichkeit sollten alle Pflanzen außerhalb der Reichweite der Tiere platziert werden.

Futterpflanzen für Bartagamen:

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Grünfutter steht ganz oben auf der Speiseliste von den kleinen Drachen. Daher sollte man als versierter Halter ab und an ein paar Futterpflanzen ins Terrarium stellen. Die Auswahl ist hier besonders groß. Als Anfänger kann man auch Kräuter, wie etwa Basilikum oder Melisse zurückgreifen. Wichtig ist dabei nur, dass die Pflanzen nicht mit Pestiziden und Co. behandelt wurden.

Wer will, kann aber auch das Kriechende Schönpolster ins Bartgamen-Terrarium stellen. Vielen sagt die Pflanze unter dem Begriff Golliwoog etwas mehr. Schließlich wird sie seit ein paar Jahren stark unter diesen Namen in Zoohandlungen beworben. Diese Pflanzenart gilt als reich an Mineralien und ist somit ein besonders gesundes Schmankerl für unsere kleinen Drachen.

Da sich die Bartagamen in Windeseile über diese Futterpflanze hermachen, empfiehlt es sich immer eine Ersatzpflanze parat zu haben. Einerseits kann man die Pflanzen so durchtauschen, damit sich eine immer wieder erholen kann, andererseits schadet Ersatz bekanntlich nicht.

Natürlich muss man die Golliwoog Pflanze nicht im Terrarium platzieren. Viele Halter schwören auf das Abschneiden der Stängel. Wieso? Weil man diese dann ganz einfach in die Futterschale geben kann. So hat man immer die volle Kontrolle über die Futtermenge und den Zustand der Futterpflanze.

Leider wird man so nie in den Genuss kommen und sehen, wie die Bartis die Pflanze für eine Klettertour nutzen. Allerdings beugt man so auch dem dünnflüssigen Kot vor. Die Pflanze beinhaltet nämlich viel Wasser und sorgt so schnell für weichen und sehr wässrigen Kot.

Gut zu wissen:
Bekommt man im Zoohandel um die Ecke keine Colliwoog Pflanze kann man auch Katzenminze, Kerbel, Kresse, Schnittlauch oder Sprossen erwerben und den Bartagamen anbieten. Allerdings sollte man dies nur ab und an tun.