Bartagamen Außengehege

Bartagamen lieben die Sonne. Licht ist sozusagen ihr Lebenselixier. Wer ihnen etwas Gutes tun möchte und einen eigenen Garten besitzt, sollte sich Gedanken über ein Freigehege machen. Die Tiere werden darin nicht nur mit viel Licht konfrontiert, sondern lernen auch neue Gerüche kennen. Manch ein Halter berichtet sogar davon, dass sich seine Bartagame im Außengehege bereits nach kurzer Zeit wie ein Wildfang benehmen würde.

Das klingt doch wirklich toll, oder? Leider kommen die Drachen nur an warmen Sommertagen in den Genuss des Freilandaufenthalts. Zu oft ist in Deutschland die Temperatur zu niedrig oder die Witterung zu schlecht. Aber die Ausflüge in das Außengehege danken einem die Bartagamen wirklich.

Frei herumlaufen lassen ist eine schlechte Idee:
Selbst unter Aufsicht sollte man die Bartagame sich nicht frei im Garten bewegen lassen. Hat das Tier etwas Interessantes entdeckt, kann es sich richtig schnell aus dem Staub machen. Man sollte dabei das gute Aufwärmen wegen des starken Sonnenlichts nicht unterschätzen.

Wer seine Bartagame unbedingt durch den Garten streifen lassen möchte, kann hierfür eine Leine samt Geschirr erwerben. Ob sich die Tiere darin wohlfühlen, können wir leider nicht beantworten. Wir haben es bei unseren Bartagamen nämlich noch nicht ausprobiert. Auf den ersten Blick erscheint uns das Ganze, aber als gute Alternative zu dem Bau eines Außengeheges.

Was muss man beim Bau beachten?

Ein Außengehege für Bartagamen muss mehr Punkte erfüllen, als man auf den ersten Blick meinen könnte. Gemeint sind damit eigentlich keine grundlegenden Dinge, wie die Ausbruchssicherheit. Aber hieran scheitert es schon häufig. So können viele Gehege leicht untergraben werden.

Zwar kommen die meisten Bartagamen nicht auf die Idee sich einen Tunnel ins Freie zu graben, aber viele Fressfeinde sind da schon pfiffiger. Ehe man sich versieht, versuchen Marder und Ratten sich unter dem Gehege durchzubuddeln.

Auch Greifvögel und Krähen können zu einem Problem werden. Selbst Katzen sind sehr erfinderisch, wenn sie sich Zugang verschaffen wollen. Daher sollte man sich nicht nur Gedanken, um den Ausbruchsschutz machen. Viele genießt der Einbruchsschutz die oberste Priorität beim Bau.

Wie sollte das Freilaufgehege eingerichtet werden?

Hier muss man nur auf ein paar Grundlagen Acht geben. So sollte ein ausreichend großer Wassernapf vorhanden sein. Auch Unterschlupfmöglichkeiten sind wichtig. Einerseits zum Schutz vor Wetterwechseln, andererseits um Schatten zu finden.

Ansonsten braucht man in puncto Einrichtung nichts zu beachten und kann das Freilaufgehege noch nach Lust und Laune dekorieren. Gerade Wurzeln und etwas Einstreu schaden nicht. Vor allem dann, wenn das Tier mehrere Stunden oder in warmen Phasen auch nachts im Gehege verbleiben soll.

Gibt es eine Alternative zum selber bauen?

Natürlich ist nicht jeder geschickt genug oder hat die Zeit ein Außengehege für seine Bartagamen zu bauen. Als Alternative kann man auch auf Kaninchenkäfige mit sehr großer Bodenfläche zurückgreifen. Auch manch ein portabler Wachtelstall eignet sich sehr gut für Bartagamen.

Wovon wir abraten sind Aquarien. Im Inneren wird es schnell unerträglich warm, weil das Glas wie eine Lupe funktioniert. Zudem mangelt es hier an Möglichkeiten, um für eine ausreichende Belüftung zu sorgen. Auch Aufzuchtbehälter sind daher eher ungeeignet.

Auch ein Balkon erfreut die kleinen Bartagamen:
Wer über keinen eigenen Garten verfügt, aber zumindest einen Balkon sein Eigen nennen kann, kann seine Bartagame auch hier herumtollen lassen. Natürlich sollte man auch hier darauf achten, dass sich die Bartagame nicht verletzen kann. Um sie vor Vögeln zu schützen, kann man ein Netz installieren.