Bartagamen Terrrarium

Das Thema Bartagamen-Terrarium ist gerade für Einsteiger, aber auch für alte Hasen ein Dauerbrenner. Wie groß muss es sein, welches Klima herrscht im Inneren und welche Technik brauche ich überhaupt? Auf all diese Fragen und noch viele weitere wichtige Punkte, gehen wir in diesem Ratgeber ein. Da dieser mehr als umfangreich geworden ist, solltest du bei der Suche nach einer ganz bestimmten Information das Inhaltsverzeichnis nutzen.

Die optimale Größe finden:

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Grundsätzlich gilt hier natürlich diese These: umso größer, umso besser. Aber was heißt das konkret? Beantwortet wird diese Frage von einem offiziellen Gutachten des Bundesministeriums für Ernährung, Landwirtschaft und Forst.

So steht dort geschrieben, dass bei einer Körper-Rumpf-Länge von 25 cm das Terrarium 1,25 m lang, 1,0 m breit und 0,75 m hoch sein soll. Zum Glück für uns Bartagamenhalter hat die gewöhnliche Bartagame genau diese Maße und wir brauchen gar nicht mehr herumüberlegen.

Möchten wir mehr als eine Bartagame im Terrarium halten, sollten wir die Grundfläche bei jedem weiteren Tier um etwa 15 % vergrößern. Allerdings handelt es sich bei diesen Angaben nur um die Mindestanforderungen. Gerne darf das Terrarium dem Tier zuliebe deutlich größer ausfallen.

So kann man die Größe des Bartagamen-Terrariums berechnen:
Wer es in puncto Maße ganz genau nehmen möchte, kann die Mindestfläche auch selber ausrechnen. Hierfür gibt es eine sehr einfache Formel:

Man multipliziert die Kopf-Rumpf-Länge der Bartagame mit verschiedenen Faktoren. Für die Länge wird die Zahl 5 benutzt. Möchte man die Breite errechnen, nimmt man hingegen den Faktor 4. Für die Höhe greift man dann auf die 3 zurück.

Wer nur eine einzige gewöhnliche Bartagame halten will, wird beim Shoppen schnell bemerken, dass es gar keine Terrarien in der angegebenen Größe gibt. Daher muss in diesem Fall auf die Standardgröße 150 x 80 x 80 cm (LxBxH) zurückgegriffen werden.

Wer nur kleine Arten, wie die Mitchells Bartagame oder die Zwergbartagame halten möchte, kann auf das Standardformat 120 x 80 x 60 cm (LxBxH) setzen. Ob man sich nun für ein Glas- oder ein Holzterrarium entscheidet, ist jedem selber überlassen.

Das richtige Material aussuchen:

Wir selbst sind ein großer Fan von Holz-Terrarien für unsere Bartagamen. Sie lassen sich schnell und einfach modifizieren, schauen dadurch besser aus und sind in vielen verschiedenen Größen verfügbar. Zudem sind sie günstiger in der Anschaffung.

Das sind aber noch nicht alle Pluspunkte, die für Holz sprechen. So dämmt es deutlich besser. Der Wärmeverlust ist also geringer und spart sich so über das Jahr einiges an Strom. Wer möchte, kann aber auch ein Galsterrarium erwerben.

Diese sind optisch ebenfalls ansprechend, lassen sich sehr schnell reinigen und sind flott desinfiziert. Zudem gibt es hier weniger Ritzen, wo sich Parasiten wie Milben verschanzen können. Allerdings sind Terrarien aus Glas sehr zerbrechlich, schlecht isoliert und zu allem Überfluss richtig schwer.

Am Ende muss aber jeder selbst entscheiden, was ihm eher zusagt. Abraten können wir nur von den kleinen Kunststoffterrarien. Diese sind für den Transport und nicht als dauerhafte Unterbringung gedacht.

Vorteile Holzterrarium:

  • weniger Wärmeverlust
  • Stromsparend
  • leicht zu modifizieren

Vorteile Glasterrarium:

  • optisch ansprechend
  • einfacher zu reinigen
  • längere Haltbarkeit
Wer etwas mehr Geld ausgeben möchte, kann zu Hartschaumplatten (Forex) greifen. In den letzten Jahren sind diese immer beliebter geworden. Einerseits besitzt Forex alle Vorteile von Holz, andererseits sind die Hartschaumplatten leichter und feuchtigkeitsresistent. Fertige Terrarien aus Forex gibt es aber wenige am Markt. Daher ist dieses Material eher für Heimwerker oder Selbstbauer gedacht.

Auf die Belüftung achten:

Die Belüftung ist beim Terrarium sehr wichtig und damit absolut kaufentscheidend. Es gilt darauf zu schauen, ob die Belüftungsöffnungen nicht zu groß sind und kleinere Arten der Pogona nicht einfach entwischen können. Das gilt natürlich auch für die Futtertiere.

Zudem sollten zwei Öffnungen vorhanden sein. Wenn diese jetzt noch gegenüber von aneinander liegen, ist das ein gutes Zeichen. Schließlich kann man sich so den Kamineffekt zunutze machen. Meist befindet sich ein Belüftungsschlitz an der Vorderseite und einer direkt an der oberen Abdeckung.

Gerade Aquarien versagen bei diesem Punkt sträflich und eignen sich daher nicht als Terrarium. Da die untere Öffnung hier fehlt, kommt es häufig zu Sauerstoffmangel oder einem Hitzestau.

Zudem kommt man nur von oben ins Innere. Eine sehr umständliche Wartungsmethode, die die Bartagamen zusätzlich auch noch unter Angst und Schrecken versetzt. Schließlich wird hierdurch ein Angriff simuliert.

Der spätere Standort ist entscheidend:

Der Standort ist weit wichtiger als man meinen könnte. Entscheidet man sich für einen falschen leiden die Tiere unter Stress und haben keine allzu lange Lebenserwartung. Aber keine Sorge, welche Fehler man dabei vermeiden sollte, erfährst du jetzt.

Das Bartagamen-Terrarium sollte nicht in einem Durchgangsbereich, wie einem Flur platziert werden. Auch Räume, in denen viel Bewegung herrscht, sind eher ungeeignet. Das Gleiche gilt für Zimmer, in denen geraucht wird, starke Zugluft herrscht oder sich die Sonneneinstrahlung schlecht kontrollieren lässt.

Eventuell entdeckt man auf den ersten Blick gar keinen geeigneten Raum. Dabei vergessen viele Anfänger immer wieder, dass es auch Terrarien für Ecken gibt. Dank dieser hat man vielleicht doch die Möglichkeit endlich mit der Bartagamenhaltung zu beginnen.

Zudem sollte man den Boden und dessen Tragfestigkeit prüfen. Dies wird leider immer wieder sträflich vernachlässigt. Auch der Bodenbelag sollte einer Prüfung unterzogen werden. Laminat bricht unter großem Gewicht gerne und PVC-Böden können irreparable Abdrücke bekommen.

Mit ein bisschen Planung kann man diese Dinge aber auf ein Minimum reduzieren. So sollte der Untergrund waagrecht sein. Am besten einfach mal mit einer Wasserwaage prüfen. Um Schäden am Bodenbelag so weit es geht zu vermeiden, kann man das Untergestell des Terrariums auf eine Styropor- oder Holzplatte stellen.

Achtung aufgepasst:
Das Terrarium sollte auf keinen zu niedrig platziert werden. Einerseits werden Pflegemaßnahmen erschwert, andererseits stresst dies die kleinen Drachen ungemein. Des Weiteren sollte man nicht mehrere Glasterrarien nebeneinander stellen.

Der Blickkontakt mit den potenziellen Kontrahenten versetzt die Tiere unter starken Dauerstress. Zudem ist ihnen nicht bewusst, dass sie eine Glasscheibe voneinander trennt. Daher kann es zu Kämpfen kommen, wo die Tiere mit voller Wucht gegen die Scheibe rennen.

Das Klima im Bartagamen-Terrarium:

Die optimale Temperatur im Terrarium gibt es so nicht. Man muss für die Bartagamen nämlich 2 Temperaturzonen im Terrarium schaffen. In der kühlsten Ecke des Terrariums, sollten etwa 25 °C herrschen. Direkt unter dem Wärmespot, der heißesten Stelle, sollten die Temperatur bei ca. 50 °C liegen.

Im Schnitt beträgt die Temperatur tagsüber damit um die 30 °C. Nachts kühlt das Terrarium dann auf etwa 20 °C ab. Je nachdem wie warm es im Zimmer ist. Mit der Temperatur allein ist es aber in puncto Klima nicht getan. So muss auch die Luftfeuchtigkeit stimmen.

Tagsüber sollte diese sich im Bereich zwischen 30 und 40 % bewegen. In der Nacht hingegen sollte diese bei etwa 50 bis 60 % liegen. Ist der Wert zu niedrig, kann man mithilfe einer Sprühflasche im Handumdrehen gegensteuern. Man besprüht die Einrichtung einfach mit etwas Wasser und kontrolliert die Werte später noch mal.

Auf die Einrichtung & Technik kommt es an:

Bartagamen-Terrarium Einrichtung

Nachdem nun die Größe, das Material, der Standort und die Klimaverhältnisse geklärt wurden, kann man sich endlich an die Inneneinrichtung und die Technik machen. Auch hier muss man wieder eine ganze Menge wissen und beachten. Schließlich sollen sich die Tiere wohl im Terrarium fühlen.

Doch was braucht man eigentlich alles? Eine ganze Menge. Daher gibt es vor den einzelnen Erklärungen erst mal eine kleine Auflistung:

  • Thermometer
  • Hygrometer
  • Beleuchtung
  • Heizung
  • Bodengrund
  • Seiten- & Rückwände
  • Trink- & Fressnapf
  • Deko & Pflanzen

Beleuchtung:

Gerade dieses Thema überfordert viele Terrarienneulinge in puncto Technik. Allerdings ist die Beleuchtung bei Weitem nicht so kompliziert, wie sie gerne dargestellt wird. Als Erstes sollte man sich verinnerlichen, dass die Tiere sehr viel Licht brauchen, um fidel und munter zu sein. Schließlich bekommen sie in Australien mehr als genug Sonnenlicht ab.

Dann kommen wir auch schon zur technischen Seite. Die Beleuchtung für Bartagamen wird in zwei Bereiche unterteilt. Da wären wärmebringende und lichtbringende Lampen. Meist findet man bei vielen Einsteigern nur letztere im Terrarium und so herrscht quasi immer Dämmerung im Bartagamen Terrarium.

UV-Lichtquellen:

Die kleinen Bartagamen benötigen wie alle Reptilien richtiges UV-Licht. Es dient ihnen zur Produktion von Vitamin D3. Kommt es hier zu Engpässen, kann ein entstehender Kalziummangel für weiche Knochen sorgen.

Damit die Tiere genügend UV-Licht abbekommen gibt es 2 Möglichkeiten. So kann man einen starken Strahler im Terrarium platzieren. So ein 300 Watt Monster darf aber nur alle 1 bis 2 Tage für etwa 30 bis 40 Minuten laufen. Zudem müssen die Tiere langsam an das UV-Licht gewöhnt werden.

Begonnen wird hierbei meist mit 5 Minuten. Danach erhöht man von Tag zu Tag die Dosis langsam nach oben bis man schließlich bei 30 oder 40 Minuten angekommen ist. So ein starker UV-Strahler sollte etwa in einem Abstand von 1 Meter zur Bartagame angebracht werden.

Die Zweite und viel weiter verbreitete Möglichkeit ist der Erwerb eines Kombigeräts. Die Rede ist von einem normalen Spotstrahler, der sowohl als Hauptwärmelampe und UV-Lampe eingesetzt werden. Da dieser etwa 75 Watt an Power hat, kann man ihn problemlos den ganzen Tag laufen lassen.

Wärmelampen:

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Wie bereits kurz angerissen brauchen wir auch Lampen, die zur Erwärmung des Terrariums dienen. Dabei kann man zwischen normalen Halogen-Spots und Reflektorlampen wählen. Beide Varianten kann man einen Dimmer koppeln, um sie besser justieren zu können. Zudem hat man die Wahl zwischen verschiedenen Wattstärken.

Wichtig ist hier, dass man sie hoch genug im Terrarium montiert, dass die Tiere sie unter keinen Umständen berühren können. Ansonsten drohen starke Verbrennungen und die möchte man seinen Bartagamen auf jeden Fall ersparen.

Grundbeleuchtung:

Hat man sich um die Wärmespots und UV-Beleuchtung gekümmert, sollte man zum Schluss noch für etwas mehr Licht im Terrarium sorgen. Da Bartagamen nichts mehr als Licht lieben, sollte man hier etwas Geld investieren.

Empfehlenswert sind hierbei Halogen-Metalldampflampfen, die meist unter der Abkürzung HQIs oder HCIs verkauft werden. Je nach Größe bieten sich hier 75 oder 150 Watt an. Empfehlenswert sind hierbei HCI-Lampen, da sie eine höhere Leuchtkraft bieten und langlebiger sind.

Leider haben die Lampen ein großes Problem. Sie leuchten eher punktuell als flächendeckend. Daher sollte man zusätzlich noch Leuchtstoffröhren installieren. Somit vermeidet man Schattenbereiche und leuchtet das Terrarium wirklich vollständig aus.

Am besten greift man hier auf T5 Röhren zurück. Diese sind minimal heller und zudem aufgrund ihrer höheren Effizienz auch stromsparender. Wer etwas Geld einsparen möchte, kann aber auch ein Auslaufmodell mit T8-Röhren kaufen.

Die benötigte Beleuchtung auf einen Blick:
Um die Auswahl des richtigen Lichtsetups noch einmal zu vereinfachen, findest du hier unsere Empfehlungen:

  • UV-Lampen: 300 Watt Strahler oder besser ein UV-Spotstrahler mit 75 Watt.
  • Wärmelampen: Reflektorlampe oder Halogenspot inklusive Dimmer.
  • Grundbeleuchtung: 75 oder 150 Watt starke HQIs (Quarzbrenner) oder langlebigere HCIs (Keramikbrenner). Zusätzlich sollten noch Leuchtstoffröhren installiert werden.

Thermometer & Hygrometer:

Das Klima im Terrarium sollte man überwachen. Hierfür benötigt man 2 Thermometer. Eines davon platziert am wärmsten Platz, das andere an einem kühlen. Weiterhin sollte man die Luftfeuchtigkeit von Zeit zu Zeit überprüfen. Hierfür bietet sich ein Hygrometer an.

Wer besonders Technik affin ist oder nicht 3 Messgeräte im Terrarium haben möchte, kann auch zu einem Kombigerät greifen. Diese können an unauffälligen Stellen oder völlig außer Sichtweite platziert werden. Hierfür bietet sich zum Beispiel das Untergestell an. Möglich machen das Verstecken die verbauten Fühler.

Heizung:

Den Großteil der Wärme im Bartagamen-Terrarium produziert die verbaute Beleuchtung. In der Regel ist daher keine zusätzliche Beheizung notwendig. Kommt man, aber nicht auf die benötigte Temperatur ist das Verbauen einer Heizung Pflicht.

Allerdings greift man hier nicht wie bei vielen anderen Reptilien auf eine Bodenheizung zurück. Bartagamen buddeln nämlich sehr gerne. Allerdings wären sie verstört, wenn es dabei immer wärmer, statt kühler werden würde. Daher ergibt eine Bodenheizung wenig Sinn.

Daher greift man meist auf eine Heizung an den Seiten oder im Deckel des Terrariums zurück. Gute Erfahrungen haben wir mit Folienheizmatten gemacht. Wer will, kann auch Heizsteine benutzen. Gerade der bodennahe Bereich wird so optimal erwärmt. Eine gute Möglichkeit, wenn die Strahler nicht bis zum Boden reichen.

Nachdem man eine Heizung im Bartagamen-Terrarium installiert hat, sollte man ein genaues Auge auf die Wärmeentwicklung werfen. Gegebenenfalls muss man noch ein Thermostat verbauen. Hiermit lässt sich die Temperatur präziser steuern, eine Überhitzung vermeiden und eine automatische Nachtabsenkung einstellen.

Seiten- und Rückwände:

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Bartagamen sind zwar eher bodenbewohnend, können aber auch ganz gut klettern. Daher sollte man eine Rückwand mit Felsvorsprüngen im Terrarium verbauen. Einerseits vergrößert man so die Aktivitätsfläche der Tiere, andererseits kann man in den Vorsprüngen Pflanzen unterbringen,

Und so etwas wertet das Terrarium noch einmal zusätzlich auf. Außerdem verstecken sich viele Bartagamen gerne hinter den Pflanzen. Wie man die Gestaltung solch einer Rück- oder Seitenwand umsetzt, bleibt jedem selbst überlassen. Man kann fertige Strukturwände kaufen oder sie selber aus Styropor bauen.

Wichtig ist hierbei nur, dass sie fest mit der Terrarienwand verbunden werden. Zusätzlich sollte man die entstandenen Schlitze mit Silikon abdichten. Vernachlässigt man dies können sich Futtertiere oder Milben in den Ritzen niederlassen. Und dies sollte man auf alle Fälle vermeiden.

Wer handwerklich nicht besonders geschickt ist oder sein Budget nicht vollends ausreizen möchte, kann auch eine Fotorückwand kaufen und anbringen. Diese Wände sind schön anzusehen und zudem günstig.

Auch eine Rückwand aus gepresstem Kork ist eine gute Alternative. So eine Wand schaut natürlich aus. Wichtig ist dabei nur, dass der Kork gepresst wurde und nicht verklebt ist. Die dazu verwendeten Lösungsmittel wären nämlich gesundheitsschädlich für die Bartagamen.

Bodengrund:

Speziell für Bartagamen und deren Bedürfnisse gibt es eigens entwickelte Substrate, als Bodengrund zu kaufen. Wer etwas Geld sparen möchte, kann aber auch auf ein Gemisch aus Sand und Lehm zurückgreifen. Schließlich handelt es sich hier um den natürlichen Bodengrund des Herkunftslands Australien. Nicht immer muss es der teure Terrariensand sein.

Weiterhin bietet sich noch feines Rindensubstrat als Alternative an. Lediglich Buchenspäne, wie man sie aus der Schlangenhaltung kennt, können nicht benutzt werden. Hier besteht die Gefahr, dass es zu Darmverschlüssen bei unseren geliebten Bartagamen kommt.

Letztendlich kann jeder für sich entscheiden, welches Bodensubstrat er bevorzugt. Wichtig ist hierbei nur, dass die darin enthaltenen Gegenstände keine scharfen Kanten haben. Da Bartagamen ab und an den Bodengrund verschlucken, würde es ansonsten zu inneren Verletzungen kommen. Daher sollte man keinen Quarzsand verwenden.

Fress- & Trinknapf:

Bei der ganzen Technik vergisst man schnell die grundlegendsten Sachen. Natürlich wollen unsere Bartagamen auch trinken und Grünfutter verspeisen. Um unseren Lieblingen stets frisches Wasser zur Verfügung stellen zu können, bietet sich eine handelsübliche flache Schale an. Für das Grünfutter gilt das Gleiche.

Viele Bartagamenhalter möchten ihren Tieren eine Bademöglichkeit zur Verfügung stellen. Hierfür verbauen sie oft große und flache Schalen, die viel Platz einnehmen. Daher mangelt es dann an Stellmöglichkeiten für den Wassernapf. Den braucht man aber auch nicht mehr. Bei Bedarf kann die Bartagame einfach aus dem Becken trinken.

Pflanzen & Deko:

Zur Pflichtausstattung gehören große Steine, Wurzeln und Kletteräste. Zudem darf auch eine Versteckmöglichkeit für die Tiere nicht fehlen. Wer sein Terrarium noch schöner gestalten möchte, sollte es bepflanzen.

Die Auswahl an Möglichkeiten ist hier groß. Man sollte lediglich darauf achten, keine für Bartagamen giftige Pflanzen zu benutzen. Auch die Bewegungsfreiheit der Tiere sollte man nicht zu sehr einschränken. Es gilt also das Wachstum der Bepflanzung mit einzukalkulieren.

Daher empfehlen wir Einsteigern die Verwendung von künstlichen Terrarienpflanzen. Das macht alles etwas einfacher. Außerdem werden diese von den Bartagamen nicht angeknabbert oder gar vollkommen kahl gefressen. Zudem braucht man sich nicht aktiv um sie kümmern und hat so mehr Zeit für Grundlagen.

Wer sich gleich zum Einsteig die Mühe einer Bepflanzung machen möchte, sollte auf Tillandsien zurückgreifen. Sie sind pflegeleicht und können an für Bartagamen schwer zugänglichen Positionen untergebracht werden. Hierfür ist die Strukturrückwand wie geschaffen.

Mit etwas Heißkleber kann man die Tillandsien dort befestigen. Sie machen das Terrarium und die Rückwand um ein Vielfaches schöner und die Bartagamen können sie dort auch nicht anknabbern. Zudem gibt es sie in verschiedenen grauen sowie grünen Farbtönen. Allerdings eignen sich nicht alle Arten.

Gerne vergessen, aber unabdingbar:

Stundenlang hat man sich informiert, alles nach bestem Wissen und Gewissen eingekauft und dann fällt es einem, wie Schuppen von den Augen. Man hat ein paar wichtige Gegenstände vergessen:

  • Zeitschaltuhr für die Beleuchtung / Heizung
  • programmierbare Steckdosenleiste für die Beleuchtung / Heizung
  • Schloss für die Terrarientür als Kinder-/Ausbruchssicherung
Die Bestellliste in puncto Terrarium kann lang und unübersichtlich werden. Aufgrund dessen sollte man vor dem Abschicken der Bestellung noch einmal gründlich prüfen, ob alle benötigten Dinge im Warenkorb enthalten sind. Ein oder zwei gute Bücher schaden hier ebenso wenig, wie das Speichern unserer Webseite als Lesezeichen.

Das kleine Quarantäneterrarium 1 × 1:

Wenn man Tiere bei Krankheitsfällen voneinander separieren muss, braucht man ein sogenanntes Quarantäneterrarium für seine Bartagamen. Dieses braucht aufgrund der verhältnismäßig kurzen Aufenthaltsdauer des Tieres nicht allzu groß zu sein. Etwa 80 bis 100 cm an Länge reichen hier vollkommen aus.

Aus hygienischen Gründen sollte man das Terrarium nur mit einer Zellstoffauflage, wie etwa Küchenpapier auslegen. Mehr braucht man im Prinzip nicht zu beachten. Wer keinen Platz für solch eine große Unterkunft hat, kann im äußersten Notfall auch auf ein Transportbehältnis zurückgreifen. Empfehlenswert ist dies aber nicht.

Bodengrund sollte nicht verwendet werden! Ansonsten entspricht die Ausstattung dem eines normalen Bartagamen-Terrariums. Meist ist alles dabei etwas einfacher gehalten, gerade in Bezug auf Kletter- und Versteckmöglichkeiten. Bei Licht, Heizung, Futter- und Wasserstelle sollte man aber nicht sparen.

Das FAQ zum Abschluss:

FAQ-Bereich

Gerade Einsteiger sind bei diesem komplexen Thema oft maßlos überfordert und werfen dann die Flinte ins Korn. Soweit muss es aber nicht kommen. Daher haben wir hier ein kleines FAQ erstellt, das weitere wichtige Informationen beinhaltet. So sollten wirklich keine Fragen mehr offen bleiben.

Kann man ein Bartagamen-Terrarium selber bauen?

Auch das ist jederzeit möglich. Der Werkstoff Holz macht es möglich. Das selber bauen des Bartagamen-Terrariums lässt eine tolle Individualisierung und Größenanpassung an die heimischen Verhältnisse zu.

Wer eine ganze Gruppe halten möchte, sollte sich durchaus die Mühe machen und selbst Hand anlegen. Fertige Terrarien erfüllen hier selten die benötigten Größenangaben. Allerdings braucht das Ganze viel Zeit und handwerklich sollte man nicht ungeschickt sein.

Gibt es auch ein Bartagamen-Terrarium-Komplettset?

Ja, solche Sets werden vertrieben und eignen sich für den Einstieg. Man muss sich nicht um die ganze Technik kümmern und braucht lediglich ein paar Einrichtungsgegenstände und bei Bedarf etwas Deko.

Allerdings sind solche Terrarien gerade große genug, um die Mindestanforderungen zu erfüllen. Zudem können sie nur bedingt individualisiert werden. Wer aber auf der Suche nach einer schnellen und einfachen Möglichkeit ist, wird hier fündig werden.

Lässt sich die Bartagamen-Terrarium-Einrichtung selber bauen?

Wer mit Herz und Seele Heimwerker ist oder einfach ein richtiges Schmuckstück von Bartagamen-Terrarium sein Eigen nennen möchte, muss selbst Hand anlegen. Mit etwas Styropor und Ausdauer lassen sich tolle Strukturrückwände oder Versteckmöglichkeiten für die kleinen Reptilien basteln.

Muss man unbedingt Pflanzen im Terrarium haben?

Hieran scheiden sich die Geister. Wer es wirklich ernst meint und seine Tiere artgerecht halten möchte, sollte sich die Mühe machen und für echte Pflanzen im Terrarium sorgen.

Als Einsteiger kann man aber am Anfang getrost auf sie verzichten und sich erst später um die Bepflanzung kümmern. Vorerst reichen Kunstpflanzen vollkommen.

Welche Größe hat ein Terrarium für Zwergbartagamen?

Hierfür empfehlen wir die Maße 120 × 80 × 60 cm (LxBxH). In Sachen Breite kann man aber auch auf 60 cm heruntergehen, hier ist die Auswahl an Produkten einfach besser. Trotzdem gilt auch hier: umso größer, desto besser.