Wo kann man alten Terrariensand am besten entsorgen?

Terrariensand-Bartagamen

Ohne Sand aus den zahlreichen Terraristikläden könnte man unsere Bartagamen definitiv nicht, als Haustiere zu halten. Dieser spezielle Terrariensand soll den echten Boden simulieren, in welchem die Tiere in freier Wildbahn leben. Natürlich trifft das nach langer Nutzung im Terrarium nicht mehr zu.

Im Substrat haben sich dann Unmengen an Unrat gesammelt. Nun wird es Zeit für einen Wechsel. In der Regel ist dieser nach etwa einem Jahr fällig. Bei kleineren Becken kann der Zeitpunkt aber auch deutlich früher erreicht werden. Wie man den kontaminierten Sand korrekt entsorgt, verraten wir dir in diesem Ratgeber.

Alles Wichtige auf einen Blick:
  • Kontaminierter also bereits genutzter Terrariensand kann in der hauseigenen Bio-Mülltonne kostenfrei und ohne großen Aufwand entsorgt werden. Manch einer nutzt ihn aber im eigenen Garten als Dünger im Beet.
  • Bei größeren Mengen bietet sich eher der ortsansässige Recyclinghof an. Wer als großer Züchter oder Händler mehrere Tonnen Substrat entsorgen muss, kann aber auch einen Abfallcontainer bestellen.
  • Keinesfalls gehört der bereits benutzte Terrariensand in einen Sandkasten oder gar in den nächsten Wald. Weder Kinder noch heimische Pflanzen und Tiere freuen sich über den im Sand enthaltenen Unrat.

Biotonne – überall verfügbar & noch in Reichweite:

Jeder hat mittlerweile Zugang zu einer Biotonne. Vor jedem Haus findet man in der heutigen Zeit einen solchen Abfalleimer, weil diese Form der Mülltrennung sehr weit verbreitet ist. Vor allem mit dem Klimawandel wird die Mülltrennung immer wichtiger und sollte daher tunlichst eingehalten werden.

Auch bei der Entsorgung von Terrariensand muss man sich an ein paar grundlegende Aspekte halten. So bietet sich als nächstgelegene Entsorgungsstation die eigene Bio-Mülltonne an. Der Sand kann einfach in das Innere gefüllt werden. Schon ist er erfolgreich entsorgt und man kann sich wieder an die Reinigung des Bartagamen-Terrariums machen.

Recyclinghof – der Klassiker bei großen Mengen:

Ein örtliches Recyclingzentrum ist eine gute Alternative zur Bio-Mülltonne. Schließlich kommt es gerade bei Mietwohnungen häufig vor, dass kein Platz mehr in den Behältnissen vorhanden ist. Da man gerade bei Bartagamen größere Mengen Sand im Terrarium benötigt, gelingt das Wegbringen meist nur mit einem Auto.

Alternativ bietet sich noch ein Anhänger für das eigene Fahrrad an. Ein großer Rucksack ist hingegen nicht zu empfehlen. Bereits kleinste Mengen des Bodensubstrats wiegen ganz schön viel. Wer weder ein Rad noch Auto sein Eigen nennen kann, sollte sich mit der nächsten Möglichkeit auseinandersetzen.

Der eigene Garten oder Kompost als Option:

Manchmal meint man es bei der Ersteinrichtung des Beckens zu gut und hat viel zu viel Sand gekauft, der dann erstmal ungenutzt im Weg rumliegt. Wer ihn nicht bis zur nächsten Terrarium-Reinigung aufheben möchte, kann ihn einfach im Garten verteilen. Es gibt nämlich einige Gärtner, die auf etwas Sand im Boden schwören.

So soll er nicht nur beim Jäten helfen, sondern auch für weniger Wasseraufnahme im Boden sorgen. Wenn du also einen kleinen Garten oder zumindest ein Beet hast, kannst du den ungenutzten Sand dort in den Boden untermengen. Bei kleineren Batzen bieten sich natürlich auch Balkonpflanzen an. Viel bringt man in den Töpfen aber nicht unter.

Containerdienste als Option für Züchter & Großhändler:

Ein Containerservice hilft beim Umgang mit großen Mengen an kontaminierten, aber auch vollständig ungenutzten Bodensubstrat. Man muss dort lediglich anrufen und die ungefähr abzugebende Menge mitteilen. Am vereinbarten Termin wird dann ein ausreichend dimensionierter Container geliefert.

Je nach Containergröße und Zugfahrzeug gilt es abzuklären, ob der gewünschte Abstellort realisierbar ist. Da man sich gerade als Laie leicht täuscht, sollte man immer eine zweite Option in petto haben. Ist der Container dann etwas weiter entfernt, braucht man Schubkarren oder andere Transportmöglichkeiten für das Substrat.

Stadt- oder Gemeindeverwaltung als Helfer:

Manchmal ist man sich etwas unsicher, was die örtlichen Müllrichtlinien genau aussagen wollen oder worunter eigentlich der zu entsorgende Terrariensand fällt. Bei solchen einfachen Fragen helfen einem gerne die vor Ort ansässigen Gemeindeverwaltungen oder Müllentsorgungsunternehmen weiter.

Diese verraten einem selbstredend auch, wo sich der nächstgelegene Wertstoffhof befindet oder welche weiteren Optionen es für die fachgerechte Entsorgung des Bodengrunds gibt. Da fragen nichts kostet, sollte man bei Unklarheiten die Mühe nicht scheuen und einfach nachfragen. Das kann zwar mit etwas Arbeit verbunden sein aber oft lohnt sich dieser Aufwand.

Wo man Terrariensand keinesfalls entsorgen darf:

Leider liest man oft, dass man den Bodengrund in Sandkisten entsorgen kann. Dies sollte unter allen Umständen vermieden werden. Wenn man aber so etwas liest, sollte einem schon der eigene Verstand sagen, dass das keine gute Idee ist. Gleiches gilt natürlich auch, wenn einem zur Entsorgung im Wald geraten wird. In einigen Gebieten ist diese „Müllentsorgung“ ordnungswidrig und wird meist mit einer Geldstrafe bezahlt.

Aufgrund dessen sollte man sich zweimal überlegen, ob man den Terrariensand illegal entsorgt. Nicht zuletzt, weil kleine Kinder im Sandkasten sicherlich keine Kotrückstände unsere Bartagamen finden wollen. Dies gilt übrigens auch fürs Spielen und buddeln im Wald. Zudem sollte man sich einmal vors Auge führen, wie sehr unsere heimischen Pflanzen und Tierarten leiden müssten, wenn dort jeder seinen Müll hinbringt.