Wichtige Hygienemaßnahmen bei der Pflege von Bartagamen

Hygiene bei Bartagamen

Immer mal wieder erreichen uns Fragen von Neulingen, was man in puncto Hygiene beherzigen muss. Daher haben wir diesen kleinen Artikel erstellt. So kannst du die größten Schnitzer auf alle Fälle leicht vermeiden. Außerdem wird unserer Meinung nach, nur viel zu selten auf das Thema Hygiene und Reinigung bei Bartagamen eingegangen.

Alles auf einen Blick:
  • Staunässe muss immer vermieden werden
  • Für gute Durchlüftung im Terrarium sorgen
  • Regelmäßige Kotuntersuchungen (ca. 2 mal im Jahr)
  • Bodensubstrat mindestens einmal jährlich erneuern
  • Ausscheidungen, Futter- und Häutungsreste zügig entfernen
  • Neue & kranke Bartagamen kommen in Quarantäne
  • Futter und Wasser täglich erneuern und Schalen reinigen

Alltägliche Hygienemaßnahmen:

Ein Bartagamen-Terrarium möchte regelmäßig gesäubert werden. Vor allem an jedem Tag der Woche müssen Dinge, wie Kot und Urin entfernt werden. Hierfür bietet sich eine Katzenschaufel an. Mithilfe dieses kleinen Gadgets kann man den verklumpten und verschmutzen Bodengrund ganz einfach aussieben.

Ebenfalls täglich sollte man die Futter- und Wasserschale mit heißem Wasser reinigen. Ab und an schadet etwas Essig oder ein anderes, lebensmittelechtes Reinigungsmittel auch nicht. Gerade stärkere Verschmutzungen können so leichter entfernt werden.

Eine eigens für die Bartagamen Hygiene angeschaffte Bürste leistet hier ebenfalls gute Dienste. Gleiches gilt für ein Ultraschallgerät. Viele Halter schwören auf solch ein Reinigungsgerät. Unserer Meinung nach ist es aber kein Must-have.

Gut zu wissen:
Selbstverständlich sollte man auch jeden Tag die Futter- und Häutungsreste aus dem Terrarium entfernen. Gerade bei Lebendfutter ist dies überaus wichtig. Nichts ist ärgerlicher als Futterinsekten, die nachts die Bartagamen anknabbern oder sich auch noch in großen Mengen im Terrarium vermehren.

Jährliche Reinigung:

Einmal im Jahr sollte man Groß reine machen. Dafür wird das Ganze Terrarium entleert. Die Einrichtungsgegenstände können nun mithilfe von Essig und einer Bürste von den gröbsten Verschmutzungen befreit werden. Viele Halter greifen nun auch zum Dampfstrahler zurück. Ein Muss stellt dies aber nicht dar.

Des Weiteren kann man die Deko und alle weiteren beweglichen Gegenstände im Backofen auf etwa 160 Grad Celsius erhitzen. Selbstredend sollte dies nur gemacht werden, wenn der Gegenstand solch hohe Temperaturen auch aushält.

Gut zu wissen:
Der Bodengrund sollte mindestens einmal im Jahr gewechselt werden. Nun ist natürlich der optimale Zeitpunkt gekommen. Bei gröberen Verschmutzungen muss der Terrariensand aber schon vorher getauscht werden.

Hygienetipps für Bartagamenhalter:

Die regelmäßigen Reinigungsarbeiten sollte man gewissenhaft durchführen. Schließlich beugt man so der Bildung von Parasiten und Keimen etwas vor. Aber nicht nur das Terrarium will geputzt werden. Auch die Hände sollten vor dem Füttern oder dem Anfassen des Tiers gründlich desinfiziert werden.

Außerdem wird häufig vergessen, dass man für jedes Terrarium getrennte Werkzeuge benutzen sollte. So kann man verhindern, dass Keime und Parasiten von einem in das andere Terrarium gelangen. Gerade bei kranken Tieren, die sich im Quarantäneterrarium befinden ist dies sehr wichtig.

Dort sollte man auch noch Einweghandschuhe tragen. Zudem sollte man nie nicht gefressene Futtertiere von dem einen in das andere Terrarium bringen. Schließlich können sich Keime, Parasiten und Krankheiten so ungehindert ausbreiten.

Gut zu wissen:
Zweimal im Jahr sollte man eine Kotprobe durchführen lassen. In der Regel lässt man diese vor und etwa 8 Wochen nach der Winterruhe durchführen. Aber auch bei Verdacht auf Parasiten sollte man nicht lange zögern.