Bartagamen Futter

Als versierter Halter möchte man natürlich für eine ausgewogene Ernährung bei seinen Bartagamen sorgen. Das ist auch nicht weiter schwierig, wenn man den kompletten Ratgeber gelesen hat. Ein paar Fallstricke gibt es allerdings beim Thema Futter für Bartagamen schon. Und diese sollte man auf alle Fälle vermeiden. Welche das sind und was man beim Füttern alles beachten muss, erfährst du in diesem XXL-Ratgeber.

Die wichtigsten Grundlagen:

Bartagamen sind omnivore Reptilien, auf dem Speiseplan steht also sowohl tierisches als auch pflanzliches Futter. So fressen Jungtiere hauptsächlich tierische Kost wegen ihres hohen Eiweißbedarfs und erwachsene Tiere fressen hingegen fast ausschließlich pflanzliche Nahrung.

Des Weiteren handelt es sich bei Bartagamen um Ansitzjäger. Sie verbringen also kaum Zeit auf der Suche nach Futter. Viel lieber bleiben sie auf ihrem Platz und warten bis sie etwas Essbares erspähen. Und dann sind sie auch nicht besonders wählerisch, sondern schnappen einfach zu.

Das reichliche Futterangebot der Natur können wir als Halter nur bedingt nachahmen. Daher sollten wir bei der Fütterung unserer Bartagamen immer für etwas Abwechslung sorgen. Als optimale Futterzeit hat sich der Vormittag herausgestellt. So haben die Tiere den ganzen Tag Zeit, um die Nahrung aufzunehmen und sie in alle Ruhe zu verdauen.

Oft ändert sich das Interesse der Drachen am Futter. So gibt es Tage, wo sie schier unglaubliche Mengen verzehren und Tage, wo das Futter einfach abgelehnt wird. Meist hängt dieses Verhalten von der Tagesform, dem Alter aber auch den Fressvorlieben ab. Solange es sich hier nicht um eine dauerhafte Futterweigerung handelt, ist auch alles im Lot.

Ernährungstipp für Jungtiere:
Obwohl Jungtiere fast nur tierische Kost benötigen, sollte man ihnen auch pflanzliches Futter geben. Nur so werden sie es später auch verzehren. Man muss sie also an pflanzliche Nahrung gewöhnen. Hierfür wird diese klein geschnitten und den kleinen Drachen angeboten.

Lebendfutter für Bartagamen:

Zwei- oder Dreimal pro Woche sollte man adulte Tiere mit Futterinsekten verwöhnen. Ansonsten gibt es jeden Tag vegetarisches Futter. Der Speiseplan für Bartagamen ist also gar nicht so kompliziert, wie man als Einsteiger meinen könnte. Wichtig ist bei der Fütterung von Lebendfutter die Dosierung.

Auf keinen Fall sollten die Tiere zu viel Eiweiß oder Fett zu sich nehmen. Hier besteht nämlich die Gefahr, dass die Bartagamen an Krankheiten wie einer Nierengicht oder Fettleber erkranken. Und das Traurige daran ist, solche Erkrankungen gibt es nur bei Bartagamen, die in Terrarien leben. In der freien Wildbahn kommt so etwas nämlich nicht vor.

Eine genaue Mengenangabe können und wollen wir nicht aussprechen. Als Faustregel kann man sich aber eines merken: Lieber zu wenig als zu viel. Prinzipiell reichen 3 Tiere in entsprechender Größe pro Bartagame als tierische Nahrung. Die Futterinsekten können ins Terrarium gesetzt werden oder mithilfe einer Pinzette verfüttert werden. Sollte sich am Abend noch Lebendfutter im Terrarium befinden, sollte man versuchen es zu entfernen.

Grundsätzlich eignen sich als Futtertiere alle Insekten, die der Fachhandel so verkauft. Nachfragen schadet aber nie. Gute Erfahrungen haben wir mit Grillen, Wanderheuschrecken und Schaben gemacht. Weiterhin bieten sich noch Mehlwürmer und Wachsmottenlarven an. Aufgrund des hohen Fettgehalts sollten sie aber nur in Maßen gefüttert werden.

Expertentipp:
Die Futterinsekten sollte man nicht in der kleinen Transportbox lassen. Besser ist es, wenn man sie in spezielle für Futtertiere geeignete Behältnisse umsiedelt. Dadurch leben sie länger. Natürlich müssen auch sie gefüttert werden. Hierfür bieten sich frisches Wasser, Vitamin- und Mineralien-Präparate sowie ein bisschen Salat an.

Grillen und Heimchen:

Hierbei handelt es sich wohl um die beliebtesten Futterinsekten unter den Bartagamenhaltern. Verwunderlich ist dies. Die Tiere haben nämlich einen Fettanteil von ca. 5 % und sind damit eine richtige Energiequelle für die Saurier. Man kann Grillen und Heimchen in unterschiedlichen Größen kaufen. Dabei ist darauf zu achten, dass die Insekten nicht größer als das Maul der Bartagamen sind.

Allerdings ist dieses Lebendfutter für Bartagamen oft eine regelrechte Plage. So büchsen die Insekten gerne aus und können in der Wohnung für reichlich Ärger sorgen. Einerseits vermehren sie sich sehr schnell, andererseits machen sie sehr laute Zirpgeräusche. Möchte man diesen Fauxpas ungesehen machen, bleiben einem nur 2 Möglichkeiten: Gift oder eine Schneckenfalle.

Achtung aufgepasst:
Gerade Heimchen vermehren sich rasch im Terrarium und sind zudem noch nachtaktiv. Daher werden sie häufig von den Bartagamen übersehen und knabbern zu allem Überfluss auch noch unsere geliebten Saurier an. Sie können also zur wahren Plage werden. Wir sind kein Fan von ihnen und verfüttern sie nur selten.

Wanderheuschrecken:

Möchte man seinen Bartagamen beim Jagen zusehen, sollte man Wanderheuschrecken verfüttern. Die Futtertiere verfügen über einen hohen Nährwert, sind aber auch für ihr enormes Fluchtverhalten bekannt.

Obwohl Bartagamen Ansitzjäger sind, freuen sie sich über die Abwechslung in ihrem Alltag. Zudem wird so die Aktivität ihres Kreislaufs gefördert. Für Wanderheuschrecken spricht vor allem ein Punkt. Sie vermehren sich nicht von allein.

Schaben:

Schaben für Bartagamen
Risenschaben sind ein wahres Leckerli für Bartagamen.

Man sollte nur Schaben aus dem Fachhandeln verfüttern. Die dort angebotenen Arten können sich nämlich nur bedingt in der Wohnung fortpflanzen, wenn sie aus dem Terrarium entfliehen. Dem langen Generationsintervall sei Dank. Heimische Schaben vermehren sich aber flott und können in Windeseile zu einem echten Problem werden. Bei ihnen bringt abwarten nichts. Der Kammerjäger muss mehr.

Daher sollte man wirklich nur die Schaben aus dem Fachhandel verfüttern. Diese sind zudem etwas größer als ihre Verwandten aus Deutschland. Zudem sind diese nicht mit Schadstoffen in Kontakt gekommen. Bekannte Schaben für Terrarienhalter sind diese Arten hier: Riesenschabe, Grüne Schabe, Totenkopfschabe und argentinische Waldschabe.

Mehlwürmer:

Mit rund 15 % Fettanteil und einer schwer verdaulichen Hülle sind Mehlwürmer kein Snack, den man häufig verfüttern sollte. Hier kommt es schnell zu Verstopfungen und das Verhältnis von Kalzium zu Phosphor ist nicht optimal. Obwohl der Preis sehr verlockend ist, sollte man Mehlwürmer nicht so oft als Futter für seine Bartagamen verwenden.

Wiesenplankton:

Viele Halter haben richtig Spaß am Fangen von Wiesenplankton. Unter dem Begriff versteht man alle freigefangenen Insekten aus der heimischen Natur. Sie sind sehr gut als Futter für Bartagamen geeignet. Allerdings können sie stark mit Schadstoffen, wie Insektiziden in Kontakt gekommen sein. Daher sollte man Wiesenplankton niemals in der Nähe von landwirtschaftlich genutzten Feldern sammeln.

Weitere geeignete Futterinsekten:

Natürlich sind oben vorgestellten Futtertiere nicht alles an Lebendfutter, das man seinen Bartagamen servieren kann. Es handelt sich dabei nur um unsere Favoriten. Der Vollständigkeit halber haben wir hier noch weitere Insekten aufgelistet. So sollte man immer für etwas Abwchslung im Speiseplan sorgen können.

  • Motten / Wachsmotten
  • Tauwürmer / Regenwürmer
  • Kellerasseln
  • Getreideschimmelkäfer
  • Großer Schwarzkäfer
  • Stubenfliege / Fleischfliege

Pflanzliche Nahrung für Bartagamen:

So gut wie alle Salat-, Gemüse- und Obstsorten sowie diverse Garten- und Wildkräuter eignen sich zum Füttern. Sogar viele Blüten sind eine schmackhafte Alternative für den Speiseplan der Bartagamen. Grundsätzlich gilt beim Thema pflanzliche Kost, das sie bei adulten Tieren mindestens 60 bis 70 % liegen. Jungtieren hingegen genügt ein Futteranteil von 25 bis 30 %.

Da die meisten Bartagamen lieber pflanzliche Nahrung verschlingen, sollte man nach Möglichkeit niemals tierische und pflanzliche Kost zur selben Zeit verfüttern. Wer es ganz genau nehmen möchte, kann noch die Nährwerte seines Futters prüfen. Hierbei spielt das Verhältnis von Kalzium zu Phosphor eine sehr große Rolle.

Der Anteil an Kalzium sollte überwiegen und das am besten in einem Verhältnis von 1,5 zu 1,0. Aber auch ein kurzer Check, ob auch genügend Eiweiße, Fette und Vitamine vorhanden sind, schadet in puncto gesunder Ernährung nicht. Wer sich hier detaillierter einlesen möchte, muss sich eine Nährwerttabelle über Futterpflanzen für Bartagamen besorgen.

Achtung aufgepasst:
Beim Thema Pflanzen sollte man nicht experimentieren. So gibt es giftige Exemplare, die man auf gar keinen Fall verfüttern kann. Außerdem ist nicht jede für den Menschen giftige Pflanze auch für die Bartagamen toxisch. Umgekehrt gilt natürlich dasselbe.

Aufgrund dieser Umstände sollte man die Finger von Experimenten lassen und sich vor dem Füttern gründlich informieren. Als für Reptilien ungeeignet gelten Zwiebeln, Johanniskraut, Avocadosorten, Buchweizen, Zinnkraut und Schachtelhalm. Auch Salbei und Bärlauch gelten als giftig.

Zudem sollte man darauf achten, dass die pflanzliche Nahrung nicht mit Schadstoffen belastet ist. Daher darf man auf keinen Fall gespritztes Obst, Gemüse & Co als Futter einsetzen. Auch Pflanzen aus landwirtschaftlichen Gebieten sind problematisch.

Obst:

Obst enthält viele Vitamine und sollte daher immer mal wieder gefüttert werden. Leider ist das Kalzium-Phosphor-Verhältnis schlecht. Auch gekocht werden darf es nicht. Ebenso sollten in den Futterstücken keine Kerne enthalten sein. Einerseits führen diese zu Verstopfungen, andererseits sind viele Kerne für Bartagamen auch giftig.

Empfehlenswertes Obst für Bartagamen sind Äpfel, Mangos, Erdbeeren. Gurken, Tomaten, Paprika und Heidelbeeren. Die Finger sollte man von Zitrusfrüchten und anderem Obst mit einem hohen Säureanteil lassen. Auch Obstkonserven und Rhabarber sind tabu. Erste enthalten zu viel Zucker und letzteres Obst enthält zu viel Oxalsäure. Der Anteil ist sogar so hoch, dass man Rhabarber als giftig für Bartagamen bezeichnen könnte.

Gemüse:

Hier ist die Auswahl groß. Das tut der Abwechslung auf jeden Fall gut. Allerdings sollte man in puncto Gemüse die Finger von Rotkohl, Porre, Grünkohl, Mangold oder Kohlrabi lassen. Der Anteil an Oxalsäure ist hier sehr hoch und kann daher gesundheitsschädlich für unsere Liebsten sein.

Auch bei Spinat oder Chinakohl sollte man aufpassen. Hier ist ebenfalls viel Oxalsäure drin, aber das Verhältnis von Kalzium zu Phosphor besser. In kleinen Mengen schadet das Verfüttern daher nicht. Empfehlenswertes Gemüse für Bartagamen sind Karotten, Fenchelblätter, Kürbisse oder auch Zucchini.

Salate:

Salat kann man nicht nur zur Fütterung der Futterinsekten einsetzen. Auch unsere geliebten Bartagamen möchten ab und an ein Stückchen Salat auf ihrem Speiseplan sehen. Besonders beliebt sind hier Endivien, Feldsalat sowie Rucola.

Aber auch andere Salatsorten können verfüttert werden. Wie immer sollte man nur darauf achten, dass die Salate frisch und frei von Schadstoffen sind. Ein Bio-Siegel ist also auch hier nicht verkehrt. Auch Sprossen und Keimlinge sind eine gute Ergänzung für den Futterplan.

Blüten:

Obst für Bartagamen
Unsere Bartagamen lieben Erdbeeren und Gänseblümchen.

Wer seinen Tieren etwas richtig gutes tun möchte und zudem noch für eine tolle Abwechslung auf dem Speiseplan sorgen möchte, sollte sich näher mit Blüten beschäftigen. Gerne angenommen werden hier Gänseblümchen, Vergissmeinnicht oder auch Kapuzinerkresse. Bei der Auswahl ist darauf zu schauen, dass die Blüten nicht mit Schadstoffen kontaminiert und zudem für Bartagamen ungiftig sind.

Wild- und Gartenkräuter:

Im Fachhandel findet man eine große Auswahl an getrockneten Kräutern zur Verfütterung an unsere Bartagamen. Man muss Wild- und Gartenkräuter also weder selber anbauen, noch sammeln. Wir empfehlen allerdings frische Ware und keine Kräutermischungen. Einerseits sind sie günstiger, andererseits bekommt man die Kräuter in wirklich jedem Supermarkt.

Als besonders beliebt haben sich Dill und Kerbel bei unseren Bartagamen herausgestellt. Aber auch Petersilie kann in kleinen Mengen verfüttert werden und wird sehr gut als Bartagamenfutter angenommen. Allerdings sollte man hier wegen der Oxalsäure etwas aufpassen. Nur Salbei sollte man nicht als Futter für seine Bartagamen in Betracht ziehen. Er gilt als giftig.

Expertentipp:
Wer einen eigenen Garten hat und zudem seinen grünen Daumen unter Beweis stellen möchte, kann auch Salat, Gemüse und Kräuter selber anbauen. So weiß man genau, welches Grünzeug die eigenen Bartagamen verspeisen. Zudem kann man so sicherstellen, dass keiner Insektizide und andere Schadstoffe im Spiel sind.

Fertigfutter für Bartagamen:

Seit einiger Zeit findet man im Handel industriell hergestelltes Bartagamenfutter. Aber auch Futtertiere in Form von Pellets werden seit einiger Zeit vertrieben. Wir haben dieses Bartagamenfutter bereits getestet und sind durchaus zufrieden.

Gerade in Notfällen oder als einfachere Variante für die Urlaubsvertretung stellen diese Fertigmischungen eine gute Option dar. Natürlich ersetzen sie frisches Futter nicht vollkommen, aber die Tiere verhungern nicht und erhalten die wichtigsten Nährstoffe.

Manch einer füttert das industrielle Bartagamenfutter sogar dauerhaft und kann dabei keine negativen Auswirkungen feststellen. Wir raten davor zwar prinzipiell ab, aber einen Versuch ist es natürlich wert. Bevor man größere Mengen kauft, sollte man aber prüfen, ob die Bartagamen das Futter überhaupt annehmen.

Expertentipp:
Unsere geliebten Bartagamen sollten gut genährt sein, aber dabei nicht dick erscheinen. Grundsätzlich lässt sich sagen, dass 1 Fastentag pro Woche nicht schadet, um wieder auf die schlanke Linie zu kommen. Wer hierauf nicht achtet, riskiert Zivilisationskrankheiten bei seinen Bartagamen, wie Fettleber oder Nierengicht.

Wasseraufnahme:

Die Drachen stammen aus dem fernen Kontinent Australien. Dort herrscht natürlich eine recht trockene und heiße Umgebung. Daher sind es Bartagamen gewohnt ihren Flüssigkeitsbedarf zum größten Teil aus der Nahrung aufzunehmen.

Aber auch Tau trinken sie in ihrem Heimatland gerne. Da Flüssigkeit dort wirklich spärlich und kostbar ist, sparen sie diese so weit es geht ein. Sie scheiden ihre Exkremente zum Beispiel nur mit einem kleinen Teil an Harnsäure aus. Allerdings lassen sich viele Krankheiten auf einen Wassermangel bei Bartagamen zurückführen.

Diesem gilt es also vorzubeugen. Ansonsten drohen ernsthafte Erkrankungen wie Nierengicht. Im Prinzip geht das recht einfach. So sollte man im Terrarium immer einen Napf mit frischem Wasser platzieren. Oft trinken die Tiere aber nicht aus dem Näpfchen. Dann kann man für etwas Bewegung im Wasser sorgen. Gemeint ist hiermit ein Wasserfall oder ein kleiner Brunnen.

Expertentipp gegen Wassermangel:
Als gute Möglichkeit gegen Wassermangel hat sich das Besprühen erwiesen. Gemeint ist hiermit das Benutzen einer handelsüblichen Sprühflasche zur Benetzung des Inneren des Terrariums mit Wasser. Am besten führt man diesen Schritt am Vormittag und etwa alle 3 Tage aus.

Vitamine & Mineralstoffe:

Egal wie ausgewogen wir unsere Bartagamen ernähren, in der Terrarienhaltung ist die Versorgung mit Mineralien und Vitaminen nicht allein über die Ernährung getan. Damit es bei den Tieren zu keinen Mangelerscheinungen kommt, sollten wir ab und an mit Präparaten diese Stoffe zu geben.

Gerade bei den Jungtieren sollte man hier aufpassen. Schnell kann es zu Krankheiten wie Rachitis oder Osteomalazie kommen. Und diese Deformationen des Körpers sind unheilbar. Daher sollten wir die Versorgung von Bartagamen mit Vitaminen und Mineralstoffen nicht auf die leichte Schulter nehmen.

Besonders effektiv ist das Bestäuben der vegetarischen Nahrung mit einem Mineralstoff-Vitamin-Präparat, wie man es in jeder Fachhandlung bekommt. Auch die Futtertiere kann man hiermit behandeln. Am einfachsten gibt man sie samt dem Präparat in ein Behältnis und schüttelt dieses ganz leicht hin und her. So werden die Tiere bestäubt.

Natürlich reicht dies nicht immer aus. Besonders vorsichtige Halter können dem Trinkwasser noch ein Multivitaminpräparat beimischen. Grundsätzlich gilt hier, dass man dabei keine Unter- oder Überdosierung vornehmen sollte. Den Dosierungsempfehlungen ist auf jeden Fall Folge zu leisten.

Expertentipp:
Um die Calciumzufuhr, gerade bei Jungtieren sicherzustellen, gibt es eine ganz einfache Lösung. Entweder nutzt man hierfür eine Schüssel samt zerbröselter Sepiaschale oder verteilt die Bröckchen einfach auf dem Bodengrund des Terrariums.

Wo man das Futter für Bartagamen kaufen kann:

Bevor wir zum Punkt Erwerb kommen, behandeln wir erst mal die kostenfreien Möglichkeiten. So lässt sich Grünfutter und Wiesenplankton durchaus selbst sammeln. Auch das Lebendfutter für Bartagamen kann man selbst züchten. Allerdings ist dies recht zeitaufwendig und zudem noch recht kompliziert. Wir selber kaufen unsere Futtertiere inzwischen wieder ein. Den kleinen Aufpreis bezahlen wir gerne.

Wer Futter für Bartagamen kaufen möchte, kann dies in Tierfachgeschäften mit Terraristik-Abteilung oder Zoohandlungen tun. Die Auswahl ist hier groß. Egal ob es sich um Fertigfutter oder Futtertiere handelt. Auch das Zubehör zur Zucht von Futterinsekten kann man hier günstig erwerben.

Grünfutter hingegen bekommt man in jedem Supermarkt und natürlich auf dem Wochenmarkt. Wir sind große Fans der letzten Möglichkeit. Aber auch der Supermarkt ist eine gute Wahl. Wichtig ist nur, dass die Schadstoffbelastung von Gemüse und Obst gering ist. Bio ist hier immer eine sinnvolle Option.

Aufzucht von Futtertieren:
Möchte man etwas unabhängig vom Handel sein oder besonders hochwertige Futtertiere verfüttern, kann die Aufzucht sinnvoll sein. Als Pluspunkte stehen hier die Geldersparnis und die Möglichkeit, die eigenen Bartagamen besonders hochwertig zu ernähren. Gemeint ist damit vor allem die Möglichkeit, die Futtertiere mit viel Vitamin und Mineralien aufzuzüchten. Ob diese damit automatisch besser sind, als gekaufte sei aber dahin gestellt.

Unser FAQ zum Abschluss:

FAQ-Bereich

Futter bei Bartagamen ist ein viel diskutiertes Thema bei Reptilienhaltern. Aufgrund dessen erreichen uns häufig E-Mails mit Fragen rund um die Nahrung. Die interessantesten Fragen haben wir ausgewählt und auch hier veröffentlicht. So sollte bei diesem Themenbereich wirklich keine Frage mehr offen bleiben.

Was fressen Bartagamen in der Natur?

Wildlebende Bartagamen sind natürlich auch Allesfresser und können oft nicht allzu wählerisch sein. Meist ernähren sie sich von kleinen Wirbeltiere, Wirbellosen, Früchten, Blüten und Blättern.

Welche Folgen hat eine falsche Ernährung?

Ein Großteil der Erkrankungen bei Bartagamen beruht auf einer unausgewogenen und oft auch falschen Ernährung. Durch Fehler kann es zu Parasiten, Durchfall, Gelenkproblemen, Verformungen oder auch zu einem Organversagen kommen.

Welches Gemüse fressen Bartagamen?

Die Klassiker in Sachen Gemüse für Bartagamen stellen Brokkoli, Chicorée, Gurken, Karotten und Kürbisse da. Allerdings können auch Fenchelgrün, Chinakohl oder Paprika verfüttert werden. Nach Möglichkeit sollte dabei alles Bio sein und Gemüse aus Dosen verfüttert man grundsätzlich nicht!

Welches Obst fressen Bartagamen?

Die Auswahl ist hier sehr groß. So können Apfel-, Aprikosen-, Bananen-, Birnen oder Brombeerstücke verfüttert werden. Aber auch Erdbeeren, Heidelbeeren, Himbeeren, Kirschen und Stückchen von Honigmelonen lieben Bartagamen als Obst. Oft füttert man ihnen auch kleine Stückchen von Kiwis, Mangos, Pfirsichen oder Pflaumen.

Was fressen Bartagamen?

Bei Bartagamen handelt es sich um omnivore Reptilien. Das bedeutet nichts anderes als, dass sie sowohl tierisches als auch pflanzliches Futter zu sich nehmen. Jungtiere fressen dabei hauptsächlich Lebendtiere wegen ihrem hohen Eiweißbedarf. Adulte Bartagamen ernähren sich fast ausschließlich von pflanzlicher Kost.

Als pflanzliches Futter für die Bartagamen eignen sich fast alle Salat-, Obst- und Gemüsesorten. Auch viele Wild- und Gartenkräuter werden gerne von den Drachen verschlungen. Als tierisches Futter sollte man auf Futterinsekten wie Grillen, Heimchen, Wanderheuschrecken oder Mehlwürmer setzen.