Die kräftig gebauten Echsen stammen aus dem Osten und Südosten Australiens. Dort kommen sie von der Küste bis etwa 1000 km ins Landesinnere vor. Charakteristisch für diese Bartagamenart ist der abgeflachte Körper, die kurzen Beine sowie der längliche, dreieckige Kopf.

Die Pogona Barbata wird zwischen 65 und 75 cm groß. Dabei beträgt die Kopf-Rumpf-Länge etwa 25 cm. Die Tiere sind meist grau. Gelegentlich verfügen sie aber auch über ein rötliches, gelbliches oder gar braunes Schuppenkleid. Je nach Stimmungslage oder Körpertemperatur kann diese Bartagamenart ihre Farbe ändern.

Zudem verfügt diese Bartagame über ein rautenförmiges Rückenmuster. Die Flanken dieser Bartagame sind mit vier Reihen an Stachelschuppen versehen. Handelt es sich um Wildtiere verfügen diese im Inneren des Mauls um eine gelbe oder orange Färbung. Leider verliert sich dieses Merkmal in den vielen Nachzuchten.

Der dunkle Streifen, auch Augenzügel genannt, der vom Trommelfell bis zu den Augen verläuft, bleibt aber zum Glück erhalten. Weiterhin charakteristisch für diese Bartagamenart sind die ungleichförmigen, meist dachziegelartig angeordneten Schuppen. Zwischen ihnen befinden sich häufig einzelne, teils deutlich größere und dazu noch gekielte Schuppen.

Gut zu wissen:
Die männlichen Bartagamen dieser Art sind etwas größer, haben einen breiteren Kopf und einen deutlich ausgeprägteren und dunkler gefärbten Bart. Zudem ist der vordere Kopfbereich bläulich oder blassgrün.

Östliche Bartagame-Steckbrief:

Zu Beginn dieses Artikels haben wir eine kleine Tabelle mit den wichtigsten Daten über die Östliche Bartagame erstellt:

Lebensraum:Osten und Südosten Australiens
Größe:25 cm Kopf-Rumpf-Länge bei einer Gesamtlänge von bis zu 75 cm
Gewicht:250 – 500 Gramm
Lebenserwartung:Ca. 10 bis 15 Jahre im Terrarium. In freier Wildbahn bis zu 20 Jahre.
Lebensweise:Bodenbewohnend & tagaktiv
Geeignet für:Profis

Lebensweise:

Die östliche Bartagame ist tagaktiv und bodenbewohnend. Sie ernährt sich in der freien Natur hauptsächlich von Insekten, Würmern und anderen Säugetieren. Selbstverständlich nimmt sie dabei auch eine ganze Menge an pflanzlicher Nahrung zu sich.

Auch diese Bartagame gilt als überaus territorial ordnet sich dabei aber häufig größeren Tieren unter. Noch immer wird die Rangordnung bei Bartagamen hauptsächlich über die Körpergröße bestimmt. Sobald diese Art einer Bedrohung ausgesetzt wird, reagiert sie meist mit Flucht oder durch Verstecken.

Bevor es zum Kampf kommt, wird der Körper abgeflacht, der Bart aufgeblasen, gezischt und dabei das gelbe Maulinnere gezeigt. Häufig springt die Bartagame auch ein paar Zentimeter auf den potenziellen Feind zu, um ihm zu drohen.

Gut zu wissen:
Das Verhalten von Bartagamen ist faszinierend. Ganze 70 bekannte Körperhaltungen gibt es inzwischen. Diese dienen aber nicht nur der Kommunikation, sondern auch dem Sonnenbaden.

Fortpflanzung:

Die Pogona Barbata pflanzt sich meist in der Zeit von August bis Dezember fort. Dabei besteigt das Männchen das Weibchen und hält dieses mithilfe von einem Biss in den Nacken unter Kontrolle. Erst, wenn das Weibchen den Kopf fast senkrecht anhebt, ist die Paarung beendet.

Während der Paarungszeit können die Weibchen im Abstand von ca. 6 Wochen ein Gelege produzieren. Meist ist dieses 15 bis 35 Eier stark. Das Gelege befindet sich in feuchtem Sand und wird nicht bewacht. Auch bei der Aufzucht hilft die Mutter ihren Babys nicht.

Verbreitung:

Die Pogona Barbata ist im offenen Wald- und Buschland beheimatet. Allerdings trifft man sie auch häufig in dichter besiedelten Gebieten an. In Australien bevölkert sie eine relativ große Fläche, die sich über den Osten und Südosten zieht.

Man findet sie dabei auf einer Fläche vor, die von der Stadt Cairns bis hin zur südlichen Eyre Halbinsel in South Australia reicht. Allerdings wird hier der kühlere Bereich ausgespart.

Östliche Bartagame Haltung:

Im Prinzip unterscheidet sich die Haltung dieser Art kaum von der gewöhnlichen, streifenköpfigen Bartagame. So sollte das Terrarium auch hier etwa die Maße 150 × 80 × 80 cm (L × B × H) besitzen. Die Temperatur im Inneren sollte ca. 20 Grad Celsius bei einer Luftfeuchtigkeit von 70 % betragen.

Gut zu wissen:
Die östliche Bartagame wird leider nie so sanftmütig wie die gewöhnliche Bartagame (Pogona Vitticeps). Trotzdem eignet sie sich gut zur Haltung im heimischen Terrarium.

FAQ zum Schluss:

FAQ-Bereich

Immer mal wieder bekommen wir Fragen über die Pogona Barbata gestellt. Daher haben wir im Folgenden einen kleinen Frage-Antwort-Bereich erstellt. Dieser soll auch dich und nicht nur den Fragenden mit weiteren Informationen zu dieser Bartagamenart versorgen.

Wo kann man die östliche Bartagame kaufen?

In Deutschland gibt es einige Händler, wo man ein passendes Exemplar erwerben kann. Der Klassiker schlechthin sind dabei natürlich die Zoohandlungen. Wer will, kann aber auch direkt zu einem Züchter gehen oder die Kleinanzeigenportale durchstöbern.

Oft wird hier die östliche Bartagame günstig oder gar kostenlos abgegeben. Nicht selten bekommt man dabei noch jede Menge Zubehör geschenkt. Bei allen Optionen sollte man die Bartagame vor dem Kauf gründlich kontrollieren. In unseren Ratgeber „Bartagame kaufen“ erfährst du mehr.

Ist die östliche Bartagame giftig?

Nein. Keine einzige Bartagame verfügt über eine nennenswerte hohe Menge an Gift. Allerdings gibt es Studien, die klar nachweisen, dass Bartagamen über eine kleine Menge Gift verfügen.

So konnten Wissenschaftler herausfinden, dass es sich hierbei um Crotamin, das gleiche Gift, wie bei Klapperschlangen handelt. Allerdings ist die Konzentration so gering, dass sie für Menschen keinerlei Relevanz besitzt.

Kann man die östliche Bartagame in Australien live bestaunen?

Ja, dies ist auch relativ problemlos möglich. Dank der ordentlichen Größe, den auffälligen Ruheplätzen und des häufigen Vorkommens im Bereich von Siedlungen sollten auch unerfahrene Menschen schnell ein Exemplar in der freien Wildbahn entdecken.