Die Mitchells Bartagame wurde früher als Unterart der westlichen Bartagame (Pogona Minor) angesehen. Allerdings ist dem heutzutage nicht mehr so. Inzwischen handelt es sich um eine eigene Bartagamenart, die nach dem Zoologen Francis John Mitchell benannt ist.

Die Pogona Mitchelli kommt im nördlichen Westaustralien und im nordwestlichen Northern Territoy vor. Ab und an kommt es dort vor, dass die sich mit der Zwergbartagame (Pogona Minor) paart und es zu Hybriden beider Arten kommt. Was man noch alles über die Mitchells Bartagame wissen muss, verraten wir dir in diesem Artikel.

Mitchells Bartagame Steckbrief:

Zu Beginn dieses Ratgebers haben wir einen kleinen Steckbrief erstellt. So kannst du dir im Nu einen Überblick über die Pogona Mitchelli verschaffen:

Lebensraum:Nordwesten Australiens
Größe:Kopf-Rumpf-Länge von 15 cm bei einer Schwanzlänge von ca. 25 cm
Lebenserwartung:Ca. 10 bis 15 Jahre im Terrarium. In freier Wildbahn bis zu 20 Jahre.
Lebensweise:Bodenbewohnend, tagaktiv, verbringt den Sommer im Trockenschlaf
Geeignet für:Anfänger & Profis

Merkmale & Aussehen:

Diese Bartagame kommt auf eine maximale Gesamtlänge von 40 cm. Dabei entfallen etwa 25 cm auf den Schwanz und die restlichen 15 cm sind die Kopf-Rumpf-Länge. Es handelt sich hier also um eine moderat große Pogona.

Möchte man sie von der Zwergbartagame (Pogona Minor) unterscheiden, lässt sich dies ganz einfach durchführen. Die Färbung der Mitchells Bartagame ist heller. Zudem ist der Körper länger und der Kopf etwas breiter.

Weiterhin ist der Kontrast der Schuppen vor und hinter einer Querreihe von Hinterhauptschuppen größer. Des Weiteren fehlen hier die Längsreihen von Schuppen an der Seite des Nackens.

In der Regel ist diese Bartagamenart gelblich braun bis rötlich braun gefärbt. Eine besondere Zeichnung oder Musterung sucht man allerdings vergebens. Dafür gibt es aber einen stark ausgeprägten Stachelwuchs an den Schulterblättern. Die Beschuppung tritt so etwas in den Hintergrund.

Dafür ist der Kopf sehr kräftig und eher dreieckig. Außerdem ist die Schnauze sehr kurz gewachsen und der gesamte Kopf ist mit starken Stacheln versehen. Ähnlich wie die gewöhnliche Bartagame kann auch diese Art ihren Bart spreizen.

Gut zu wissen:
Diese Art verbringt die Sommermonate im sogenannten Trockenschlaf. Den restlichen Teil wuseln die Tiere tagsüber am Boden herum.

Verbreitung:

Die Mitchells Bartagame kommt auf einer relativ großen Fläche in Australien vor. So findet man sie in den zentralen Northern Territories sowie dem nordwestlichen Westen Australiens. Dort bewohnt die Bartagame hauptsächlich in Trockenwäldern, Steppen und Halbwüsten.

Da in dieser Region im Sommer zu fast lebensfeindlichen Temperaturen und Bedingungen kommt, muss sie einen Trockenschlaf halten. Dieser sichert ihr das Überleben in der heißen und trockenen Region.

Gut zu wissen:
In Deutschland ist es gar nicht so einfach an Exemplare für die eigene Terrariumhaltung zu kommen. Nicht selten werden hohe Preise für die Mitchells Bartagame aufgerufen. Leider gibt es auch wenige Bücher und Webseiten, die sich intensiver mit dieser Art und deren Haltung beschäftigen.

Fortpflanzung:

Die Tiere produzieren Gelege mit etwa 6 bis 16 Eiern. Meist befinden sich lediglich 8 Eier in einem frisch gegrabenen Gelege. Nach rund 62 bis 73 Tagen schlüpfen dann die Jungtiere. Leider ist deren Sterblichkeit sehr hoch. Häufig kommen nur 50 bis 70 % der Jungtiere durch.

Gut zu wissen:
Die Inkubationstemperatur beträgt etwa 26 bis 28 Grad Celsius.

Haltung:

Die Mitchells Bartagame eignet sich sehr gut zur Haltung im heimischen Terrarium. Viele Exemplare werden ähnlich zutraulich als die der gewöhnlichen Bartagame (Pogona Vitticeps).

Allerdings ist die Pogona Mitchelli nicht so robust und daher sehr anfällig für Krankheiten. Wir empfehlen sie daher nicht für Anfänger in die Welt der Bartagamenhaltung.

Gut zu wissen:
Das Terrarium für die Mitchells Bartagame sollte mindestens diese Abmessungen besitzen: 85 × 68 × 51 cm (L × B × H). Wir empfehlen allerdings ein größeres Terrarium mit den Maßen 120 × 60 × 60 cm (L × B × H). Schließlich soll sich die Pogona auch wohlfühlen.