Bartagame im Terrarium

Die Haltung einer Bartagame ist kein Hexenwerk. Trotzdem sollte man ein paar Punkte über die kleine Echse wissen. Zudem benötigt man etwas Erfahrung in puncto Terrarium und Technik. Im Großen und Ganzen war es das auch schon.

Allerdings gehen wir in diesem Ratgeber detailliert auf alle Aspekte ein. Daher findest du im Folgenden auch noch eine Menge an Informationen über das Verhalten, das Futter, die Winterruhe, die Zucht und das Behandeln von Krankheiten.

Gut zu wissen:
Zwar gibt es 8 Arten der Bartagame, aber in Deutschland werden nur 2 davon gehalten. So hat man die Wahl zwischen der„Streifenköpfigen Bartagame“ (Pogona vitticeps) und der Zwergbartagame (Pogona henrylawsoni). Vereinfacht ausgedrückt handelt es sich dabei um die große und die kleine Art.

Allgemeines zur Bartagamen-Haltung:

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Wer sich eine Bartagame anschaffen möchte, sollte sich ein paar Gedanken vor der Anschaffung machen. So werden Bartagamen durchaus zahm, allerdings handelt es sich hier nicht um Kuscheltiere. Wenn dieser Aspekt wichtig ist, sind Meerschweinchen, Hunde und Katzen die bessere Wahl.

Zudem braucht man einiges an Equipment und die Tiere verursachen durchaus ein paar Euro an monatlichen Kosten für Futter, Technik und Strom. Außerdem werden Bartagamen im Terrarium über 10 Jahre alt. Man bindet sich also über ein Jahrzehnt an das Tier.

Zudem handelt es sich hier um Einzelgänger. Zwar kommt die Gruppenhaltung immer mehr in Mode, ist für Einsteiger aber nicht zu empfehlen. Dafür wird einfach etwas mehr Erfahrung vorausgesetzt. Daher raten wir Einsteigern immer zur Haltung eines einzelnen Tiers.

Was viele auch vergessen ist die gesundheitliche Versorgung. In der Nähe sollte es einen reptilienkundigen Tierarzt geben. Auch eine Urlaubs- oder Krankheitsvertretung sollte vorhanden sein. Dafür eignet sich aber nicht jeder. Schließlich ist nicht jede Person von dem Anblick der Saurier angetan.

Wer die kleinen Eidechsen im eigenen Wohnzimmer bestaunen möchte, muss sich sehr gründlich in die Bartagamen-Haltung einarbeiten. Ein Beratungsgespräch beim Zoohändler reicht daher nicht aus. Viel eher bedarf es dem Studium von Büchern und Webseiten, um sich umfassend zu informieren. Und das ist das A & O.

Benötigtes Equipment zur Bartagamen-Haltung:

Bartagamen Terrrarium

Wer Reptilien halten möchte, muss ich doch einiges an Equipment anschaffen. So braucht man ein Terrarium samt Einrichtung, Deko und Technik. Gerade der letzte Punkt wird häufig unterschätzt. Mit dem Kauf eines nackten Terrariums ist es nämlich bei Weitem nicht getan.

Terrarium – Das kleine 1×1:

Der Grundstein zur Bartagamen-Haltung wird natürlich mit dem Terrarium gelegt. Hier kommt es vor allem stark auf die Größe und das verbaute Material an. Aber auch die Einrichtung, Deko und die ganze Technik sind wichtige Aspekte. Mehr dazu im Folgenden.

Größe berechnen:

Dabei kann man sich an eine ganz einfache Faustformel halten. Man multipliziert die Kopf-Rumpf-Länge der Bartagame mit verschiedenen Faktoren. Für die Länge wird die Zahl 5 benutzt. Möchte man die Breite errechnen, nimmt man hingegen den Faktor 4. Für die Höhe greift man dann auf die 3 zurück.

Wer also eine einzelne gewöhnliche Bartagame halten möchte, braucht daher ein Terrarium mit den Maßen 125 × 100 × 74 cm (LxBxH). Empfehlenswerter ist aber die Standardgröße 150 × 100 × 80 cm. Diese bekommt man in so gut wie jedem Zoofachhandel oder auch online.

Grundsätzlich gilt aber folgendes: umso größer, desto besser! Schließlich wächst das Tier noch weiter. Außerdem haben die Tiere einen gewissen Bewegungsdrang und ihr Revier in der freien Wildbahn ist deutlich größer. Da die Tiere auch gerne klettern, darf das Bartagamen-Terrarium auch höher sein.

Wenn eine Gruppe von Bartagamen gehalten werden soll, muss man pro Tier rund 15 % auf die Grundfläche aufschlagen. Gerne darf es aber auch hier etwas mehr sein. Schließlich handelt es sich bei den errechneten Maßen nur um die Mindestanforderungen. Außerdem erfordert eine artgerechte Bartagamen-Haltung mehrere Tiere unserer Meinung nach ein größeres Terrarium.

Für die Haltung der Zwergbartagame empfiehlt sich ein Terrarium mit einer Mindestgröße von 75 × 60 × 45 cm (LxBxH). Besser geeignet sind aber Terrarien mit der Größe 120 × 60 × 60 cm. Beide Größen bekommt man in jedem Zoofachhandel und auch online für kleines Geld.

Das richtige Material:

Aus welchem Material das Terrarium gefertigt ist, spielt keine allzu große Rolle. Die Auswahl ist relativ groß. Als Anfänger sollte man sich aber auf Glas oder Holz konzentrieren. Wobei letzteres Material der Klassiker schlechthin ist.

Günstige Bausätze und Fertigbauten bekommt man hier für kleines Geld. Zudem lassen sich Holzterrarien besser individualisieren und die Dämmwirkung ist besser. Man spart also eine Menge Strom.

Glasterrarien hingegen sind länger haltbar, optisch etwas ansprechender und zudem noch einfacher zu reinigen. Neben Holz und Glas gibt es aber auch noch ein drittes Material, das immer beliebter wird. Die Rede ist von Forex.

Es vereint alle Vorteile von Holz und ist dabei leichter und deutlich resistenter gegenüber Feuchtigkeit. Leider werden am Markt keine fertigen Terrarien aus Forex angeboten. Man muss also selbst aktiv werden. Daher eignet sich der Werkstoff nur für Heimwerker, die für die spätere Bartagamen-Haltung ein besonders ausgefallenes Terrarium wollen.

Einrichtung – Darauf kommt es an:

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Hat man das Bartagamen-Terrarium gekauft, muss man sich noch mit der ganzen Einrichtung auseinandersetzen. Und hier gibt es eine ganze Menge an Gegenständen. Welche das sind und worauf man achten muss, verraten wir dir im Folgenden.

Rückwand:

So benötigt man eine schöne Rückwand. Hier hat man die Wahl zwischen einer Fotorückwand oder einer richtigen Strukturrückwand. Erstere Variante ist ganz klar für Einsteiger und Preisbewusste gemacht.

Wir raten aber immer zur Strukturrückwand. Diese wird von den Bartagamen einfach geliebt. Schließlich können sie daran entlang klettern oder es sich auf den Liegeflächen bequem machen. Also handelt es sich hier um ein absolutes Muss für die Bartagamen-Haltung.

Kletter- und Versteckmöglichkeiten:

Im Terrarium sollte man aber auch für ein paar Deko-Gegenständen sorgen. Einerseits schaut das Terrarium so interessanter aus, andererseits können die Bartagamen so zwischen noch mehr Kletter- und Versteckmöglichkeiten wählen.

Häufig wird bei der Bartagamen-Haltung auf Steine und Wurzeln zurückgegriffen. Aber auch Höhlen und andere Gegenstände bieten sich an. Man sollte lediglich darauf achten, dass man einsturzsichere Unterschlupfmöglichkeiten baut.

Pflanzen für die Bartagamen-Haltung:

Bartagamen-Haltung

Viele betrachten Pflanzen im Terrarium eher als Deko. Wir sind aber der Meinung, dass sie weit mehr als das sind. Schließlich möchte man eine artgerechte Bartagamenhaltung sicherstellen. Hier kommen Pflanzen ins Spiel. Sie sorgen für den letzten Feinschliff.

Da die Bartagamen diese aber auch gerne anfressen, können Anfänger auch zu Fertigpflanzen greifen. Diese werden aber nicht von den Tieren angeknabbert. Keine Sorge. Wer mit echten Pflanzen starten möchte, sollte sich für Tillandsien entscheiden. Diese sind pflegeleicht und damit einsteigerfreundlich.

Bodengrund:

Ein wichtiger Bestandteil des Terrariums bei der Bartagamenhaltung stellt der Bodengrund dar. Als Anfänger kann man sich hier ganz einfach eine fertige Mischung kaufen. So ist auch gewährleistet, dass sich der Grund optimal zum Höhlen und Verstecke buddeln eignet.

Allerdings ist der Terrariensand relativ teuer und kann durchaus selbst hergestellt werden. Wir empfehlen hierfür eine Mischung aus 1/6 Lehm und 1/5 Sand. Nachdem Einfüllen des Bodengrunds muss dieser noch angefeuchtet werden.

Ein bisschen festdrücken schadet ebenfalls nicht. Von Zeit zu Zeit muss man die eigene Mischung oder die fertige wieder etwas anfeuchten, sollte diese staubig werden.

Technik – Das musst du wissen:

Bartagame halten

Hierbei handelt es sich wohl um den kompliziertesten Teil der Bartagamen-Haltung. An dieser Stelle wollen wir uns relativ kurzfassen. Über die Technik haben wir hier deutlich mehr geschrieben. Als Anfänger kann man nämlich schnell an diesem Punkt in Panik verfallen. So weit muss es aber nicht kommen.

Messinstrumente:

Zu Beginn sollte man sich kurz mit der Messtechnik auseinandersetzen. So braucht es Instrumente zum Prüfen der Temperatur und auch Luftfeuchtigkeit. Im Prinzip kann man dabei sowohl auf ein günstiges Thermometer als auch Hygrometer zurückgreifen.

Der Einfachheit halber tut es aber auch ein Kombigerät. Diese haben mehr Fühler und eine praktische digitale Anzeige. Aber wirklich notwendig sind sie für den Anfang natürlich nicht. Die günstigen Einzelgeräte reichen vollkommen aus.

Beleuchtung:

Hier braucht es 2 Arten von Lampen. Da wären einmal die UV-Lichtquellen. Diese sorgen für die benötigte UV-Strahlung und damit zur ausreichenden Bildung des Vitamin D3 bei den Tieren. So beugt man bei der Bartagamen-Haltung weichen Knochen vor.

Weiterhin benötigt man eine Wärmelampe. Wie der Name es schon verrät, kümmert sich dieser Teil des Lichtequipments um die Erwärmung des Terrariums. Häufig wird auf Kombigeräte aus Wärme- und UV-Lampe gesetzt. So eine Form der Beleuchtung empfehlen wir ebenfalls.

Zu guter Letzt sollte man sich noch um eine starke Grundbeleuchtung sorgen. Diese sorgt für ausreichend Licht und damit fidele und aktive Bartagamen. In den letzten Jahren sind T5 Leuchtstoffröhren in Mode gekommen. Diese sind stromsparender und etwas heller als die alten Modelle.

Das optimale Klima für die Bartagamen-Haltung:

In Australien ist es trocken und warm. Da es sich hier um das Ursprungsland der Tiere handelt, sollte man das Klima auch im Terrarium simulieren. Schließlich ist eine artgerechte Bartagamen-Haltung das allerwichtigste.

So sollte die Temperatur etwa bei 35 °C am Tag liegen. Allerdings ist dies nur die Durchschnittstemperatur. Man braucht nämlich 2 unterschiedliche Temperaturzonen. So sollte der Bereich rund um das Versteck etwa 25 °C warm sein. Der wärmste Punkt befindet sich direkt unterhalb des Wärmespots und ist etwa 50 °C heiß.

Nachts hingegen wird die Temperatur im kompletten Terrarium auf 20 °C abgesenkt. Hierum braucht man sich aber nicht aktiv zu kümmern. Es reicht vollkommen aus, dass die Beleuchtung abgeschaltet wird. Schließlich handelt es sich hier um die normale Raumtemperatur.

Die Luftfeuchtigkeit sollte tagsüber im Bereich von 30 bis 40 % liegen. Nachts hingegen darf es etwas mehr sein. Ca. 50 bis 60 % sind ein guter Richtwert. Steuern lässt sich die Luftfeuchtigkeit bei Bedarf mithilfe dem Versprühen von Wasser.

Das Quarantäne-Terrarium nicht vergessen:
Wer eine Gruppe halten möchte, braucht ein extra Terrarium für kranke Tiere. Außerdem müssen Neuankömmlinge für ein paar Wochen getrennt von der Gruppe gehalten werden.

So schließt man nämlich aus, dass sie andere Bartagamen mit Krankheiten und Parasiten anstecken. Erst wenn sichergestellt ist, dass sie gesund und munter sind, werden sie zur restlichen Gruppe gelassen. Genau hierfür braucht man das Quarantäneterrarium.

Das richtige Futter:

Bartagamen Futter

Bartagamen sind Allesfresser. Allerdings ernähren sich erwachsene Tiere hauptsächlich von Grünfutter. Jungtiere hingegen fressen fast ausschließlich tierische Kost. Die Auswahl an Bartagamen-Futter ist relativ groß. Im Folgenden stellen wir dir daher eine kleine Auswahl an Futtermöglichkeiten vor.

Tierisches Futter für Bartagamen:

Wer Bartagamen halten möchte, sollte sich zuerst mit Futtertieren auseinandersetzen. Die Auswahl ist hierbei relativ groß. Zum Glück bekommt man die Tierchen in so gut wie jeder Zoohandlung. Wer möchte, kann sein Lebendfutter auch selber züchten. Empfehlenswert ist es aber nicht.

Für den Einstieg in die Welt der Bartagamen-Haltung empfehlen wir diese tierische Kost:

  • Grillen
  • Heimchen
  • Heuschrecken
  • Schaben
  • Larven
  • Wiesenplankton
  • Motten
  • Würmer
  • Schwarzkäfer

Grünfutter für Bartgamen:

Die Auswahl an für Bartagamen geeigneten Gemüse, Obst, Salat und diversen Pflanzen ist wirklich riesig. Daher haben wir eine sehr umfangreiche Grünfutterliste erstellt. Allerdings wollen wir auch hier beliebtes Grünfutter vorstellen:

  • Gurken
  • Karotten
  • Tomaten
  • Kiwis
  • Birnen
  • Erdbeeren
  • Spinat
  • Löwenzahn
  • Petersilie
Gut zu wissen:
Bartagamen sollten abwechslungsreich gefüttert werden. So kann man Mangelerscheinungen gut vorbeugen. Empfehlenswert ist es aber trotzdem Vitaminpräparate ins Wasser unterzumischen. Auch ein Bestäuben der Futtertiere ist ein guter Ansatz.

Hygiene & Pflege:

Ist das Terrarium vollständig eingerichtet und funktionsfähig fehlen nur noch die Bartagamen. Worauf man beim Bartagame kaufen achten muss, verraten wir dir im verlinkten Artikel. An dieser Stelle soll es viel mehr um die täglichen Arbeiten gehen.

Tägliche Arbeiten:

So kann man sich als Anfänger einen guten Eindruck über den Zeitaufwand verschaffen. So müssen die Tiere jeden Tag gefüttert werden. Auch Kot-, Haut- und Futterreste müssen jeden Tag entfernt werden. Des Weiteren muss das Futter im Trinknapf regelmäßig nachgefüllt werden.

Auch ein regelmäßiges Reinigen aller Einrichtungsgegenstände und natürlich des Terrariums sind absolute Pflicht. Als Reinigungsmittel bietet sich dabei Essig und warmes Wasser an. Alle herausnehmbaren und geeigneten Gegenstände können zudem ab und an einmal dampfgestrahlt werden. Pflicht ist dies aber nicht!

Alternativ bietet sich auch das Erhitzen im Backofen bei 160 Grad Celsius an. So werden ebenfalls viele Keime & Krankheitserreger abgetötet. Außerdem sollte mindestens einmal im Jahr der Bodengrund ausgetauscht werden. Häufig wird auch empfohlen einmal im Jahr das komplette Terrarium bis in die letzten Ritzen zu reinigen. Dieser Meinung können wir uns anschließen.

Weiterhin gilt noch dieser Grundsatz: Bevor man das Tier anfasst oder füttert, sollte man sich selbst erst mal die Hände waschen. Dabei darf natürlich eine ordentliche Portion Desinfektionsmittel nicht fehlen. Eine gute Hygiene ist das A & O bei der Bartagamen-Haltung. Leider wird dies immer wieder missachtet.

Erkankungen:

Viele Anfänger unterschätzen auch die Anfälligkeit für Krankheiten. Zwar sind die in Deutschland gehaltenen Arten relativ robust, aber auch sie können einmal erkranken. Häufig leiden die Tiere an Verstopfung oder Durchfall.

Es gibt aber auch viele weitere Bartagamen-Krankheiten. Daher sollte man sich einmal gründlich in die Thematik einlesen. Allgemein lässt sich sagen, dass das Studium von Büchern und Webseiten über die Bartagamen-Haltung absolut empfehlenswert ist.

Gut zu wissen:
Bartagamen sind keine Kuscheltiere. Zwar werden sie mit der Zeit und etwas Training handzahm, aber gestreichelt werden wollen sie nicht. Ganz im Gegenteil. Sie erdulden die Berührung nur aufgrund ihres friedlichen Wesens.

Winterruhe – Das gilt es zu wissen:

Winterruhe bei Bartagamen

Vielen Einsteigern ist gar nicht bewusst, dass das Halten von Bartagamen mit einer Winterruhe verbunden ist. Jedes Jahr werden die Tiere gegen Oktober, November oder Dezember weniger aktiv und möchten eine sogenannte Winterruhe halten. Allerdings sollte man diese nicht mit einem Winterschlaf verwechseln.

Allgemeines zur Winterruhe:

Die Bartagamen wachen während der Winterruhe nämlich mehrmals auf, um zu trinken oder sich etwas zu bewegen. Manch ein Tier frisst sogar einen kleinen Happen. Bevor die Winterruhe aber endlich beginnt, werden die Tiere langsam ruhiger und ziehen sich immer häufiger zurück. Dabei handelt es sich um die ersten Anzeichen.

Auch die Fresslust wird immer geringer. Nun ist der Punkt gekommen, wo man eine Kotprobe beim Tierarzt durchführen lassen sollte. Auch ein fertiges Kit kann man dafür kaufen und einschicken. Je nachdem, was einem lieber ist. Fällt der Test negativ (keine Parasiten) aus, kann man die Winterruhe einläuten.

Zumindest, wenn das Tier auch sonst einen gesunden und aktiven Eindruck hinterlässt. Man sollte die Schuppen also auf Milben absuchen. Zudem sollte das Tier gewogen werden. So kann man während der Winterruhe das Gewicht und damit den Gesundheitszustand überprüfen.

Beleuchtungsdauer & Temperatur verringern:

Um die Winterruhe einzuläuten, wird die Beleuchtungsdauer schrittweise reduziert. Gleiches gilt für die Beheizung des Terrariums. Hat die Bartagame diese Anzeichen erkannt, beginnt sie damit ein Versteck aufzusuchen oder sich einzugraben.

Die Temperatur und die Beleuchtung werden so lange reduziert bis man die Stecker ziehen kann. Auch die Gabe von Futter wird immer weiter gesenkt und dann völlig eingestellt.

Damit die Tiere mit einem leeren Magen über die Winterzeit kommen, sollte man sie baden. Dies kurbelt die Verdauung an und fördert eine zügige Darmentleerung. So können während der Winterruhe keine Futterreste im Magen gären oder gar zu faulen beginnen.

Gut zu wissen:
Obwohl die Winterruhe eine ruhige Phase ist, kann man als Halter nicht vollends abschalten. So muss man immer für genügend Wasser in der Schale sorgen. Natürlich muss auch die Luftfeuchtigkeit in regelmäßigen Abständen geprüft werden. Die Temperatur sollte nicht unterhalb von 17 bis 20 °C absinken.

Die Winterruhe neigt sich dem Ende zu:

Nach etwa 6 bis 12 Wochen werden die Tiere wieder aktiver. Dann gilt es für uns die Schritte der Einwinterung umzukehren. Ehe man sich als Halter versieht, fangen die Tiere auch schon mit der Balz an. Nun kommt die interessanteste Jahreszeit der Bartagamen-Haltung auf einen zu.

Wer möchte, kann sich jetzt zum ersten Mal mit der Bartagamen-Zucht auseinandersetzen. Allerdings sollte man dies nur tun, wenn man auch Abnehmer für seine Jungtiere hat. Außerdem braucht es hierfür einiges an Zeit.

Unser FAQ zur Bartagamen-Haltung:

FAQ-Bereich

Die Bartagamen-Haltung sorgt immer wieder für ratlose Gesichter bei Anfängern. Daher bekommen wir massig Fragen per Mail gestellt. Die besten von ihnen haben wir im Folgenden aufgelistet:

Wie lange lebt eine Bartagame?

Bartagamen werden in der Gefangenschaft etwa 10 Jahre alt. Manch ein Exemplar schafft auch die Überschreitung der 15 Jahresmarke. In der freien Wildbahn gibt es noch ältere Tiere. So berichten verschieden Seiten und Forscher von 20 Jahre alten Bartagamen.

Können Bartagamen gefährlich werden?

Die vielen Stacheln und das Fauchen können sehr gefährlich wirken. Zudem sind Bartagamen auch etwas giftig. Allerdings in einem Rahmen, der für Menschen absolut ungefährlich ist. Daher lässt sich auch festhalten, dass diese Tier für Menschen keine Gefahr darstellen.

Sind Bartagamen Einzelgänger?

In der freien Natur handelt es sich hier ganz klar um Einzelgänger. Allerdings werden inzwischen häufig Gruppen an Tieren gehalten. Da dies durchaus ohne größere Komplikationen klappt, kann man die Frage nicht mit einem klaren Ja beantworten.

Kann eine Bartagame hören?

Viele Halter berichten immer wieder davon, dass ihre Bartagamen sie an der Stimme erkennen. Also ja, Bartagamen können hören. Zwar besitzen sie keine Ohrmuschel, aber die Öffnungen der Ohren kann man am Kopf ganz deutlich erkennen.

Aufgrund der fehlenden Ohrmuscheln und dem gering ausgeprägten Reagieren auf akustische Reize geht man davon aus, dass Bartagamen nicht besonders gut hören. Häufig wird davon berichtet, dass die Tiere tiefe Geräusche besser wahrnehmen als hohe.

Könne Bartagamen die Farbe wechseln?

Je nach Laune und Stimmung können manche Arten der Bartagame ihre Farbe wechseln. Meist gelingt dies nur an ein paar vereinzelten Körperstellen. Manche Bartagamen hingegen können die Farbe ihres ganzen Körpers ändern.

Neben der Stimmung ist auch die Temperaturregulierung Schuld am Farbwechsel. So sind die Tiere im kalten Zustand dunkler gefärbt. Schließlich wird das Licht so schlechter reflektiert und die Wärme damit besser absorbiert. Ist das Tier aufgewärmt, verschwindet die schwarze Färbung wieder.