Bartagame in Not: Die Möglichkeiten zur Abgabe im Detail beleuchtet!

Bartagame in Not

Aufgrund von Veränderungen im Leben kann es immer mal dazu kommen, dass man sich von den geliebten Drachen trennen muss. Obwohl es vielen schwerfällt, hilft bei einer Bartagame in Not leider nichts anderes. Zwar ist es einfach die Tiere zu kaufen, aber einen neuen Halter zu finden ist weit schwieriger als man meinen könnte.

In diesem Ratgeber erfährst du, welche Möglichkeiten es zum schnellen Weggeben der Bartagamen gibt und worauf es dabei zu achten gilt. In diesem Sinne gehen wir das schwere Thema jetzt endlich an.

Tierheime:

Nicht jedes Tierheim nimmt automatisch Reptilien und damit auch Bartagamen auf. Gerade kleinere Heime haben oft keinerlei Kapazitäten für Reptilien. Größere Tierheime hingegen haben nicht selten einen großen Bereich für Reptilien inklusive fachkundiger Pfleger. Allerdings stellen sie damit noch immer die Ausnahme dar und die meisten Tierheime nehmen nur klassische Haustiere, wie Hunde oder Katzen auf.

Das Wichtigste auf einen Blick:
Möchtest du deine Bartagame in Not an ein Tierheim abgeben, musst dafür meist einen kleinen Obolus bezahlen. Viele Heime nennen diese Pauschale schlicht Abgabegebühr. Natürlich ist so eine Gebühr absolut überlebenswichtig für ein Tierheim. Daher sollte man nach Möglichkeit noch etwas mehr spenden. Viele Tierheime sind nämlich knapp bei Kasse und freuen sich über jede Spende.

Reptilienauffangstationen:

In so gut wie jeder größeren Stadt findet man sogenannte Reptilienauffangstationen. Hierbei handelt es sich sozusagen um Tierheime, die sich auf Reptilien im Allgemeinen spezialisiert haben. Hinter diesen Auffangstationen stehen häufig kleine Vereine mitsamt ihren tierlieben Mitgliedern.

In der Regel sind die Gebäude klein und die Aufnahmekapazitäten daher beschränkt. Da es oft lange dauert, bis ein Reptil vermittelt werden kann ist die Aufnahmekapazität ähnlich klein, wie bei Tierheimen. Kann man eine Bartagame in Not dort abgeben, bekommt sie allerdings eine gute Pflege und ein schönes Zuhause für die nächste Zeit.

Das Wichtigste auf einen Blick:
Oft muss man länger warten, bis eine Bartagame aufgenommen wird. Dafür gibt es hier sehr viele fachkundige Pfleger und eine Abgabegebühr ist nicht zwingend vorgeschrieben. Allerdings sollte man schon aus Respekt vor den Tieren und den dort ehrenamtlich arbeitenden Menschen Geld spenden. Auch Auffangstationen sind auf jede Spende angewiesen, damit sie auch in Zukunft existieren können.

Reptiliengruppen:

Auch im Bereich der Terraristik gibt es Gruppen und Vereine von fachkundigen Haltern, die sich regelmäßig zum Austausch treffen. Viele dieser Gruppen können eine Bartagame in Not auch aufnehmen. Zudem wird das Tier meist sehr schnell an seinen neuen Halter vermittelt. Gerade Weibchen werden gerne aufgenommen. Bei Männchen hingegen kann man große Schwierigkeiten bekommen.

Privatpersonen:

Wer seine Bartagamen nicht sofort abgeben muss, sollte sich selbst auf die Suche nach einem geeigneten Halter machen. Einerseits entlastet man so Tierheime oder Auffangstationen, andererseits kennt man so den künftigen Halter. Das ist ganz praktisch, weiß man so doch, ob die Tiere in Zukunft ein schönes Zuhause haben.

Um einen potenziellen Halter zu finden, gibt es gleich mehrere Möglichkeiten. So kann man in diversen Kleinanzeigenportalen oder Facebookgruppen inserieren. Auch Aushänge in Supermärkten werden gerne gelesen und geteilt.

Das Wichtigste auf einen Blick:
Hat man einen Interessenten gefunden, sollte man ihm etwas auf den Zahn fühlen. Hierfür bieten sich Fragen, wie diese hier an: Weiß er über die Haltung Bescheid, hat er ein geeignetes Terrarium und sind Bartagamen die richtigen Haustiere für ihn?

Diese Fragen sind keineswegs übervorsichtig oder respektlos gemeint. Viel zu oft kommt es vor, dass Leute die Bartagamen zu sich nehmen, ohne sich auszukennen. Oft gehen sie dabei sehr unüberlegt vor, da die Tiere ja umsonst sind. Eine Schutzgebühr, wie häufig vorgeschlagen wird, sehen wir aber nicht als nötig an.

Welche Probleme können auftauchen?

Früher waren Bartagamen seltene Terrarientiere, die einem schnell von Privatpersonen abgenommen wurden. Häufig bekam man sogar noch ein kleines Dankeschön von den neuen Haltern. Diese Zeiten sind aber wohl vorbei. Inzwischen gibt es zu viele Züchter und Händler. Zudem scheint die Nachfrage nach den kleinen Drachen in letzter Zeit etwas zurückzugehen.

Gefühlt bekommt man überall Eier zum Inkubieren und die Aufzucht ist weit einfacher, als viele Einsteiger meinen. Selbst die Vermittlung von gefragten Farbformen und Arten fällt schwerer als früher. Auch Jungtiere und Babys sind weit weniger nachgefragt als noch vor wenigen Jahren.

Wer jetzt noch ein älteres Männchen vermitteln möchte, kann sogar in richtige Schwierigkeiten geraden. Lassen sich Weibchen noch in kleinere Gruppen integrieren, schaut dies bei Männchen schon ganz anders aus. Hier braucht der neue Halter ein eigenes Terrarium samt allem Zubehör.

Ist die potenzielle Bartagame jetzt noch unauffällig von der Färbung, also nominat, sollte man Zeit und Geduld für die Vermittlung einplanen. Aber auch in einem solchen Fall sollte man das Tier nicht übereilt abgeben. Eine kleine Prüfung der potenziellen Halter ist nie verkehrt.

Kleiner Tipp für die Vermittlung:
Am einfachsten gelingt die Abgabe an Einsteiger. Diese freuen sich über kostenlose Bartagamen samt Terrarium und Zubehör. Daher lohnt es sich alles zusammen für Lau anzubieten. Allerdings sollte man gerade hier ein genaues Auge auf die Interessenten werfen.