Eignet sich eine Bartagame für dich & deine Familie als Haustier?

Bartagame als Haustier

Seit einigen Jahren zählen Bartagamen zu den beliebtesten Haustieren bei Terrarien-Besitzern. Das ist auch gar nicht weiter verwunderlich ähneln sie doch Sauriern oder Drachen. Außerdem zählen Bartagamen zu den wenigen Reptilien, die eine Bindung zu ihrem Besitzer aufbauen können.

Das ist aber noch lange nicht alles, was für die Haltung spricht. Aber mehr dazu gibt es später in diesem Ratgeber. Weiterhin gehen wir auf die negativen Aspekte ein und wann eine Bartagame als Haustier eher ausscheidet.

Bartagamen & ihre Besitzer haben eine Bindung:

Natürlich nicht so eine starke Bindung wie zwischen Hund und Mensch, aber immerhin werden Bartagamen mit der Zeit zahm. Manch ein Halter berichtet sogar davon, dass sie seine Stimme erkennen können und auf ihren Namen hören. Viele Saurier soll sogar kommen, wenn man ihren Namen nur laut genug ruft. Allerdings möchten wir an dieser Stelle darauf hinweisen, dass man Bartagamen als Haustier nicht mit einem Teddybären verwechseln sollte.

Viel eher kommt es hier auf die kleinen Gesten an. Wie sich verhalten, wenn man sie füttert oder wie sie neugierig durch ihre Terrarium ziehen. Auch Ausflüge ins Außengehege können zu einem tollen Erlebnis zwischen Besitzer und Eidechse werden. Zudem gibt es Bartagamen in unterschiedlichen Größen. Von klein bis groß ist alles möglich. Egal wie viel Platz man hat, eine Lösung lässt sich finden. Doch das ist bei Weitem nicht alles, was für eine Bartagame im heimischen Wohnzimmer spricht.

Hier ergibt die Haltung so richtig Sinn:
Wer Allergiker ist, wird die Bartagamen zu lieben lernen. Ihre Schuppen verursachen nämlich keinen Husten oder nicht mehr enden wollenden Niesreiz. Auch beruflich stark eingebundene Menschen sollten sich für die Haltung entscheiden.

Mit einer Bartagame muss man nämlich nicht Gassi gehen. Außerdem wollen sie auch nicht dauernd bespaßt werden oder brauchen viel gemeinsame Zeit. Für sie ist es nämlich kein Stress, wenn der Halter erst nach 10 oder 12 Stunden nach Haus kommt.

Weiterhin spricht für eine Bartagame als Haustier noch, dass sie weder Krach macht noch die Wohnung und deren Einrichtung zerlegen kann. Auch Schmutz macht sie maximal im Terrarium. Und zu guter Letzt handelt es sich hier um ein faszinierendes Tier, das einen noch lange in seinen Bann ziehen wird.

Besser vorher geprüft, ob sich die Bartagame als Haustier eignet:

Bevor man übereilt eine Bartagame kauft, sollte man im Klaren darüber sein, welche Ansprüche die Drachen haben. So braucht man ein entsprechend großes Terrarium samt Zubehör und Einrichtung. Ebenso wollen die Bartagamen regelmäßig gefüttert werden und ein Terrarium braucht viel Strom für die UV-Beleuchtung. Mehr dazu in unserem Artikel Bartagamen & deren Kosten.

Scheitert es nicht am finanziellen Faktor, dann ist häufig die Familie das Problem. Wirklich alle Mitglieder sollten mit dem neuen Haustier einverstanden sein. Schließlich kann eine Bartagame 10 Jahre oder noch älter werden. Man bindet sich also über einen längeren Zeitraum an so einen Drachen.

Gerade bei einer Bartagame, als Haustier für die Kinder, legt sich deren Begeisterung meist schnell wieder. Das bedeutet nichts anderes, dass die Eltern die Pflege meistens übernehmen müssen. Zudem finden viele Kinder, Jugendliche und auch Erwachsene den Verzehr von Lebendfutter wie Heuschrecken, Grillen oder Heimchen als eklig. Auch die lange Winterruhe von 3 bis 4 Monaten schreckt viele potenzielle Halter im letzten Moment noch ab.

Da ergibt der Kauf eines Hamsters oder einer Katze mehr Sinn. Wir persönlich mögen die Rassen Maine Coon sowie Siamkatze. Es gibt allerdings noch weit mehr interessante Arten. Vor ein paar Tagen sind wir beispielsweise über Dominiks Ratgeber zur Heiligen Birma gestolpert. Das Aussehen der Tiere ist wirklich einzigartig.

An die Urlaubsvertretung gedacht?
Wenn man einmal verreisen möchte, verhindert ist oder einfach körperlich nicht in der Lage ist sich um die Drachen zu kümmern, kann man schnell in die Bredouille kommen. Daher sollte man vor der Anschaffung prüfen, ob es eine Vertretung für den Fall der Fälle gibt.

Unser Fazit:

Hat man sich über all diese Punkte Gedanken gemacht und will sich immer noch eine Bartagame als Haustier zulegen, steht dem nichts mehr im Wege. Wer sich gut um seine künftigen Drachen kümmert, wird mit tollen Momenten und außergewöhnlichen Haustieren belohnt werden.

Und einen Tipp gibt es noch zum Schluss: Bartagamen vertragen sich nur schlecht mit Hunden, Katzen oder Meerschweinchen. Leider landen sie zu oft auf deren Speiseliste. Wenn man die gemeinsame Haltung plant, sollten die Tiere schon in jungen Jahren aneinander gewöhnt werden. Dann sinkt das Risiko stark. Ausschließen kann man das Verspeisen der Drachen zum Beispiel durch einen Hund aber nicht.